Lokales FD 12.06.2025

Stark im Herzen und im Geist – Domschul-Kids engagieren sich

Fulda (pm/pf) – Unter dem Motto „Stärke zeigen – im Alltag und füreinander“ engagieren sich die beiden ersten Klassen der Domschule Fulda in zwei außergewöhnlichen Projekten, die sportliches Training mit sozialem Engagement verbinden. Initiiert wurde die Aktion von Paniz Yilmaz, Elternbeirätin und Mutter einer Schülerin, mit dem Ziel, Kindern zentrale Werte wie Respekt, Mitgefühl, Disziplin und Hilfsbereitschaft näherzubringen – auf Augenhöhe und mit Herz.

Bei Sergej Braun im Gym. Foto: Christine Görlich

Foto: privat

Foto: privat

Projekt 1: Kampfsport als Wertevermittlung

Im Rahmen einer Trainingseinheit im Brauns Gym unter der Leitung von Sergej Braun, mehrfacher Weltmeister im Kickboxen, durften die Kinder nicht nur sportlich aktiv werden, sondern auch erleben, welche positiven Werte Kampfsport vermitteln kann: Selbstvertrauen, Disziplin, Respekt, Verantwortungsgefühl und mentale Stärke. Die Idee entstand aus der eigenen Erfahrung von Frau Yilmaz, deren Tochter seit zwei Jahren bei Sergej Braun Karate trainiert. „Kinder lernen im Kampfsport nicht nur Techniken – sie lernen Haltung, im wahrsten Sinne des Wortes“, so Yilmaz.

 

Projekt 2: Begegnung mit den „Kleinen Helden“

Das zweite Projekt widmet sich einer besonderen Begegnung: Vertreter*innen des Kinderhospizdienstes „Die kleinen Helden Osthessen e. V.“ stellten ihre Arbeit in der Klasse vor und erklärten kindgerecht, was es bedeutet, schwerstkranke Kinder und deren Familien zu begleiten. Die Kinder konnten Fragen stellen, Mitgefühl entwickeln und spüren, wie wichtig menschliche Nähe und Unterstützung sind.

 

Soziale Verknüpfung – Spenden für einen guten Zweck

Aus der Zusammenarbeit beider Projekte entstand eine wertvolle Idee: Das Geld, das für die Trainingseinheit eingesammelt wurde, wird komplett an „Die kleinen Helden“ gespendet. Für die Kinder wird so sichtbar, wie man durch eigene Aktivität etwas Gutes bewirken kann – ein starkes Zeichen für gelebte Solidarität.

„Als Mutter eines palliativ begleiteten Kindes weiß ich, wie wichtig es ist, diese Themen in die Gesellschaft zu tragen und Kinder früh für Werte wie Mitgefühl und Hilfsbereitschaft zu sensibilisieren“, erklärt Yilmaz. Die Schule, das Lehrerkollegium und alle Eltern standen geschlossen hinter dem Projekt und unterstützten es mit viel Engagement.

 

Warum Kampfsport und Kinderhospiz?

Auf den ersten Blick mögen Kampfsport und Hospizarbeit wenig gemeinsam haben – doch bei genauerem Hinsehen eint beide eines: die Vermittlung von Stärke, Mut und Menschlichkeit. Während der Kampfsport den Kindern mentale und körperliche Selbstsicherheit gibt, öffnet die Begegnung mit dem Kinderhospiz ihr Herz für andere – und für das Leben selbst.

Die Projekte zeigen, wie Schule mehr sein kann als Unterricht: ein Ort, an dem Kinder Werte lernen, die sie für ihr ganzes Leben prägen.

Domschul-Kids engagieren sich. Fotos: Christine Görlich