Pfarrer Müller nahm in seiner Predigt Bezug auf ein Bild des heiligen Bonifatius, welches in der Heilig-Geist-Kirche hing und einen persönlichen Bezug zum Verstorbenen aufwies. So habe Wehner „wie ein Hirte“ sich in seinem Leben stets um die Gemeinschaft gekümmert und Beziehungen gepflegt: „Er war gerne Gastgeber.“ Mit großer Leidenschaft sei er für die Menschen da gewesen. Müller verwies ebenfalls auf die sinnbildliche „Erleuchtung“ Wehners, immer wieder neue Ideen umzusetzen: „Es braucht kreative Köpfe.“ Hinzu komme die Fürsorge um die Kultur, welche das Leben des Verstorbenen geprägt hatten. „Leidvolle Erfahrungen sind nicht erspart geblieben“, stellte der Pfarrer während des Requiems fest. Dennoch habe Wehner unerschüttert in Gott vertraut.
Mit Gebeten erinnerte die Gemeinde in der Kirche an den Verstorbenen und hielt Fürbitte. Die musikalische Begleitung des Gottesdienstes übernahmen Wolfgang Bolst an der Orgel, Boguslaw Lewandowski an der Violine sowie Domkapellmeister Franz-Peter Huber als Kantor. Gemeinsam nahmen die Menschen Abschied.
Wehner wurde am 10. Januar 1937 in Fulda geboren und verstarb am 25. Mai 2025. Er trat 1958 in den Betrieb seiner Eltern ein und baute in den Folgejahren das Unternehmen Groma auf, welches heute zahlreiche Menschen in Osthessen kennen und schätzen. Wehner war außerdem der Ideengeber für den Groma-Pokal, bei dem Azubis in der Gastronomie und im Service seit über 40 Jahren ihre Leistungen unter Beweis stellen können. Auch an den Spätlese-Veranstaltungen beteiligte sich der langjährige Groma-Chef. Den Wirtschaftsstandort Fulda prägte der Verstorbene 26 Jahre lang als IHK-Vizepräsident mit. Im Privatleben war er im Lions-Club Fulda aktiv sowie 16 Jahre als Stadtverordneter für die CDU. 2002 erhielt Wehner für seine Leistungen das Bundesverdienstkreuz.
