Die Saints um Headcoach Daniel Katusic, General Manager Frank Schreiner und Offensive Coordinator Jonas Heck hatten sich im Vergleich zum Premierenspiel im Stadion im Vorjahr nochmal übertroffen: Eine Foodmeile, Livemusik, Halftimeshow und vielerlei mehr lockten am Samstagnachmittag über 1800 Zuschauer in die Johannisau. „Wir hatten nochmal 300 mehr als im letzten Jahr“, war Jonas Heck entsprechend zufrieden mit dem Drumherum, hätte sich aber bessere Witterungsbedingungen gewünscht: „Wir hatten jetzt das zweite Mal in Folge Pech mit dem Wetter, auch wenn es größtenteils trocken blieb. Aber ich bin überzeugt davon, dass wir mit strahlendem Sonnenschein die 2000 Zuschauer knacken werden.“ Die waren es gegen die Titans zwar nicht ganz, dennoch machten die Saints-Fans über das komplette Spiel ordentlich Lärm und sorgten für eine herausragende Stimmung im Stadion – und die Leistung der Spieler auf dem Feld trug erheblich dazu bei: Ähnlich im wie Hinspiel (98:21) ließ Fulda den Nordhessen nicht den Hauch einer Chance.
Die Fuldaer Defense war hellwach und ließ lediglich einen längeren Drive der Titans zu. In der Folge konnte Kassel zwar punkten, es sollten jedoch die einzigen Punkte für die Gäste bleiben – der zu diesem Zeitpunkt knappe Spielstand von 8:6 aus Fuldaer Sicht täuschte über den einseitigen Spielverlauf hinweg. Das hatte auch mit der Offense der Saints zu tun, allen voran sind hier Quarterback Patrick Dendtler und Importspieler Devon Brewer zu nennen: Dendtler sezierte die Verteidigung der Titans bei fast jedem Play und machte praktisch keine Fehler. „Ich glaube, er hatte nur eine oder maximal zwei Incompletions“, lobte daher auch Offensive Coordinator Jonas Heck. Dendtlers bevorzugte Anspielstation war der US-Amerikaner Brewer, der vor der Saison von der Stetson University aus Florida zu den Saints gekommen war. Kassel konnte den explosiven Runningback schlichtweg nicht stoppen, vier der acht Saints-Touchdowns gingen auf das Konto des aus Baltimore stammenden 28-Jährigen. Die Tight Ends Patrick Hofacker und Marius Rudolph sowie Dendtler selbst sorgten für die weiteren Punkte der Fuldaer, die nach den Touchdowns fast schon traditionell immer für zwei Punkte gingen – die Two-Point-Conversions gelangen mit gemischtem Erfolg, für ein Highlight sorgte aber beispielsweise Alexander Traber: Der mit Abstand älteste Spieler in Reihen der Saints lief mit dem Ball für zwei Punkte in die Endzone – unter tosendem Jubel der Fans auf den Tribünen. „Wir hatten gerade in der ersten Halbzeit viele unnötige Strafen, aber ansonsten können wir heute sehr zufrieden sein“, bilanzierte Heck abschließend.
