American Football 17.06.2025

Regionalliga – Fulda Saints bezahlen Sieg in Mainz teuer

Mainz (jah) – Die Fulda Saints haben in der American Football-Regionalliga den dritten Sieg im vierten Saisonspiel eingefahren: Das 28:23 (8:0, 8:7, 6:3, 13:6) bei den Mainz Golden Eagles haben die Fuldaer jedoch teuer bezahlt: Athletic Coach und Defensive Lineman Andreas Klüber verletzte sich schwer an der Schulter und fällt für die gesamte Saison aus.

Die Saints gewannen auch in Mainz - mussten den Sieg aber teuer bezahlen. Archivfoto: Manfred Völler

Durch Klübers Verletzung geriert der sportliche Aspekt beim Auswärtssieg in Mainz beinahe in Vergessenheit. „Er hat sich schwer an der Schulter verletzt, wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert“, klärte Frank Schreiner auf, General Manager der Saints. Eine genaue Diagnose stehe noch aus, Klüber stehe aber in jedem Fall eine Operation bevor. „Den Sieg haben wir uns durch diese Season-Ending-Injury hart erkauft“, bedauert Schreiner auch beim Blick auf den Spielplan: „Wir spielen jetzt im Juni jedes Wochenende, das ist rabiat und geht einfach an die Substanz. Im August haben wir dagegen nur zwei Spiele, zwischen denen fast ein ganzer Monat liegt.“

Aus der Ruhe bringen ließen sich die Saints durch die schwere Klüber-Verletzung aber immerhin nicht. Schon im Vorfeld der Partie bei den Golden Eagles kündigte Schreiner ein Duell auf Augenhöhe an, die Prognose sollte sich bewahrheiten: Mit einer 22:10-Führung gingen die Fuldaer Footballer ins letzte Viertel, Mainz kam durch zwei Touchdowns jedoch nochmal zurück. Kurz vor der Two-Minute-Warning gingen die Gastgeber aus Rheinland-Pfalz mit 23:22 in Führung. Zwei Minuten blieben den Saints also noch, um mindestens ein Field Goal zu erzielen – doch Quarterback Patrick Dendtler wollte augenscheinlich auf Nummer sicher gehen: Mit einer „Bombe“, wie es Schreiner beschrieb, auf Kolby Anderson sorgte der Saints-QB für den Game-Winning-Touchdown. Die Golden Eagles erhielten zwar noch einmal den Ball, der überragende kanadische Importspieler Dawson Elliott machte mit seiner dritten Interception des Tages jedoch endgültig den Deckel auf das Spiel. „Es war von Anfang bis Ende eine knappe Geschichte, aber ein gutes Spiel. Mainz war deutlich besser als Kassel zum Beispiel, dazu hat es am Anfang aus Eimern geschüttet“, blickte Schreiner zurück. Nachdem das Wetter jedoch etwas besser wurde, konnte die Offense um Patrick Dendtler dann auch das Passspiel etablieren – so stand am Ende zwar ein knapper, aber dennoch verdienter Sieg der Fulda Saints unter dem Strich.