„Wir haben uns ja im Vorfeld durchaus Chancen ausgerechnet, phasenweise sah es auch danach aus, als könnten wir das Spiel hier gewinnen“, begann General Manager Frank Schreiner seine Analyse: „Ich würde nicht sagen, dass Marburg durch die Bank weg besser war. Auf einzelnen Positionen sind sie aber sicherlich sehr gut besetzt, der Quarterback beispielsweise scrambelt gerne und läuft oft einfach mal selbst für zehn oder 15 Yards. Das macht es für jede Defense schwer, wo unsere auch gegen Marburg wieder ein gutes Spiel gemacht hat.“ Stattdessen seien bei der Niederlage vor allem die Verletzten ausschlaggebend gewesen, betonte Schreiner, ohne diese Tatsache als Ausrede gelten zu lassen: „Aber es ist einfach so, dass du deine elf Starter hast und entsprechend die Besten auf den Platz schickst. Wenn dann drei Starter ausfallen, ist diese Abstimmung untereinander einfach nicht mehr gegeben. Im Training kriegen unsere Starter drei Viertel der Snaps, die zweite und dritte Reihe entsprechend ein Viertel. Das ist anders aber auch gar nicht zu bewerkstelligen“, erklärte der General Manager. Die beiden Passempfänger Patrick Hofacker und Marius Rudolph gesellten sich genauso zu den Ausfällen wie Import-Runningback Devon Brewer. „Und dann klappen einfach nicht alle Spielzüge so, wie sie sollen. Das ist ganz normal“, so Schreiner, der präzisierte: „Da entstehen dann teilweise auch einfach dämliche Fehler. Wir waren zum Beispiel zwei Mal mit zwölf Spielern auf dem Platz und kassieren dafür jeweils eine Strafe“, ärgerte sich der GM, der dazu noch mit der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung haderte: „Paul Müller hat einen hervorragenden Ball zum Touchdown gefangen, der uns unerklärlicherweise aberkannt und als nicht gefangen gewertet wurde. Dann hätten wir ein One-Score-Game gehabt und das Endergebnis hätte vermutlich anders ausgesehen.“
Dennoch hob Schreiner auch das Positive hervor: „Wir hatten uns ja vorgenommen, vor allem die Fehler aus dem Hinspiel zu minimieren. Und das ist uns auch gelungen, vor allem in der Defense. Die Sachen, die im Hinspiel nur zu zehn Prozent funktioniert haben, haben jetzt vielleicht zu 80 Prozent funktioniert. Natürlich kann man diese Schwachstellen nie ganz ausmerzen, wir haben das aber gut gemacht.“
