In der heutigen Straße „Am Stockhaus“ in Fulda befand sich seit dem Mittelalter die Synagoge der jüdischen Gemeinde. Die letzte Synagoge wurde an diesem Ort 1857/58 errichtet und aufgrund steigender Bevölkerungszahlen sogar erweitert. Im Zuge des Pogroms 1938 wurde die Synagoge am 10. November niedergebrannt und zerstört, die jüdische Bevölkerung wurde zu großen Teilen deportiert und ermordet. Einige Jüdinnen und Juden konnten ins Ausland fliehen. Sie nahmen ein Fragment der schweren Holztür mit dem Schloss der Synagoge als Erinnerung mit in eine ungewisse Zukunft. Nach einigen Jahrzehnten im Ausland fand das Fragment der Synagogentür seinen Weg zurück in die ursprüngliche Heimat. Heute wird es im Museum der Jüdischen Gemeinde Fulda aufbewahrt und in Ehren gehalten. Bei archäologischen Ausgrabungen, die 2024 und 2025 im Bereich der alten Synagoge durchgeführt wurden, konnten die alten Außenmauern der zerstörten Synagoge und ihrer Vorgängerbauten sowie zwei Säulenfundamente freigelegt werden. Weitere Informationen zur Fuldaer Synagoge, darunter auch ein 3D-Modell, gibt es unter https://www.fulda.de/objekt-des-monats
