Lokales FD 17.06.2025

Neuer „Helm“ für Hexenturm: Nur touristische Nutzung geplant

Fulda (as) – Die spitze „Helmkonstruktion“ des Fuldaer Hexenturms nimmt Form an. Wie der Magistrat der Stadt Fulda in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung erläuterte, sollen die Bauarbeiten voraussichtlich zum Jahreswechsel beendet werden. Das Dach soll anschließend für touristische Angebote genutzt werden, eine dauerhafte Öffnung werde es nicht geben. Im Raum steht auch eine mögliche Umbenennung.

Fotos: Pascal Fischer

Die Arbeiten am bekannten Hexenturm sollen zum Jahreswechsel 2025/26 abgeschlossen werden, berichtete Stadtbaurat Daniel Schreiner auf Anfrage der CDU-Stadtverordnetenfraktion. Sobald eine Begehbarkeit hergestellt werden konnte, solle es kleinen geführten Gruppen ermöglicht werden, den Turm zu besichtigen: „Eine dauerhafte Öffnung ist nicht vorgesehen, allerdings ist der Turm seit vielen Jahrzehnten insgesamt mal wieder erlebbar.“ Schreiner ergänzte mit Blick auf den Namen: „Inwieweit an der Benennung festgehalten werden sollte, müsste nochmals separat thematisiert werden, da es keine konkreten Belege für einen Hexenbezug gibt. Die historische Benennung war ‚Frauenthörlein‘.“

Zu den Kosten für die Sanierung erläuterte Schreiner, dass der im Haushalt veranschlagte Kostenrahmen von rund 900.000 Euro aktuell nicht ausgeschöpft werde. Eine genaue Abrechnung stehe jedoch erst nach dem Ende der Maßnahme fest. „Wie bei vielen Altbauten ist auch bei der Maßnahme Hexenturm eine Kostenunschärfe im Bestand enthalten. So waren die Schädigungen der Mauerkrone durch Witterung bereits stark vorangeschritten“, stellte er fest. Auch der Wildwuchs durch angeflogene Samen habe bereits beachtliche Ausmaße angenommen, was zu weiteren Schädigungen geführt hätte. Die Sicherung der Mauerkrone und somit der Turmstabilität insgesamt sei ein wichtiges erstes Ziel gewesen.

„Die ursprünglich in den Haushaltsberatungen thematisierte Aussichtsplattform war aus fachlicher Sicht nicht durchführbar, da weder die Zugänglichkeit noch eine geeignete Fläche zur Unterbringung einer Erschließung vorhanden war“, teilte der Stadtbaurat mit. Das Erdgeschoss sei nach wie vor nicht als Zugang geeignet, da sich zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss ein Gewölbe mit Schüttung befinde. „Diese Ebene wird durch die gewählte Treppenkonstruktion von außen umgangen und entspricht somit auch dem ehemaligen Charakter eines Wehrturms, der von unten keinen Zugang hatte“, gab Schreiner an. Abschließend berichtete er: „Wir gehen davon aus, dass durch die Investitionen in die Turmsanierung in den nächsten 50 Jahren keine weiteren Mittel erforderlich werden.“