„Wir wollen hören und sehen, was sie beschäftigt“, erläuterte Lilith Stukenberg, Abteilungsleiterin Städtebauförderung. In mehreren Gruppen machten sich die Menschen auf den Weg und besuchten unterschiedliche Stationen. Neben den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die direkt im Südend wohnen, nahmen auch Michael Ruppel, Vorsitzender des Ausschusses für Bauwesen, Klimaschutz und Stadtplanung, sowie Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann am Spaziergang teil. Die Anwesenden hatten Gelegenheit, verschiedene Anmerkungen zum aktuellen Zustand im Stadtteil zu machen und auf Schwierigkeiten hinzuweisen. Unter anderem berichtete Samuel Rübsam vom Leitungsteam der Kindertagesstätte St. Sturmius über die aktuelle Lage: „Wir brauchen einen neuen Standort.“ Das sanierungsbedürftige Gebäude könne längerfristig nicht mehr als geeigneter Ort für die Kita genutzt werden. Er appellierte zusammen mit Tatjana Schrimpf, die verantwortlich für die Kindertagesstätten der Vinzenz-Gruppe ist, daran, gemeinsam mit der Stadt eine Lösung für die Kita zu finden. Aktuell werden dort 55 Kinder aus dem Stadtteil betreut und für viele Eltern ist eine weitere Anfahrt zu einem anderen Kindergarten nicht möglich. Weitere Themen während des Rundgangs waren die Straßenführung, die Wirkung von Steingärten auf das Stadtklima und vieles mehr.
In der Sturmiusschule bestand dann Gelegenheit, die konkreten Ideen zu bündeln und an das Team der Städtebauförderung weiterzuleiten. Die Aktion ist Teil des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ des Bundes und des Landes. Unter Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner soll ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK) erarbeitet werden.
