Fuldas Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann begrüßte die Gäste aus der schlesischen Stadt Oberglogau (polnisch: Glogowek) herzlich in Fulda und sprach zu einem „besonderen Anlass“. Denn am 29. Mai 1955 hatte der damalige Fuldaer OB Dr. Cuno Raabe die Patenschaft der Städte unterzeichnet. „Es ist eine besondere, lebendige Patenschaft“, so Hartmann. Alle zwei Jahren treffen sich in Fulda die ehemaligen Bewohner des schlesischen Städtchens und deren Nachkommen in Fulda, um die Beziehung der Städte zu pflegen.
Neben der „Acht-Uhr-Glocke“, die damals im Franziskanerkloster von Oberglogau hin und später nach Fulda verbracht wurde, sei das Ehrenmal am Domplatz ein wichtiges Symbol, so Hartmann: Die Tafel erinnere, mahne und verbinde. „Wir legen heute einen Kranz nieder, um an alle Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft, Flucht und Vertreibung zu erinnern“, so die Stadtverordnetenvorsteherin: „Mögen alle, die in diesen schlimmen Zeiten ihr Leben lassen mussten, uns mahnen, die Anstrengungen zu Versöhnung, Frieden und Völkerverständigung neu zu beleben“.
35. Oberglogauer Heimattreffen – Feier für 70 Jahre Patenschaft
