Bei der L14zwo, die aktuell noch in der Lindenstraße 2 angesiedelt ist, handelt es sich um eine Begegnungsstätte für Jung und Alt, welche regelmäßig verschiedene Aktionen und kulturelle Angebote mitorganisiert. 2018 waren verschiedene Initiativen und Projekte aus der Langebrückenstraße 14 an den heutigen Standort umgesiedelt worden, weil das ehemalige Gebäude abgerissen werden sollte. In ihren Anträgen zur Thematik verwiesen Bündnis 90/Die Grünen, SPD/Volt sowie Ute Riebold von Die Partei jeweils unter anderem darauf, dass der Mietvertrag in der Lindenstraße im kommenden Jahr endgültig auslaufen solle und die Zukunft des Projekts damit unklar sei.
Das Interesse an der Thematik war während der Sitzung deutlich spürbar. Zahlreiche Gäste aus verschiedenen Initiativen waren gekommen, um sich die Antworten des Magistrats anzuhören. Stadtbaurat Daniel Schreiner erläuterte, dass die Planungen für die Schaffung eines neuen Standorts in der Weimarer Straße am Kulturhof sich als sehr aufwendig gestalten hätten. Eine Sanierung der Hallen bleibe weiterhin erforderlich, die Kosten hierfür seien aber in der Zwischenzeit deutlich gestiegen. Ein konkreter Start der Sanierung könne daher noch nicht genannt werden. Ein konkretes Datum für einen Umzug wurde daher nicht genannt. Ernst Sporer, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Fulda, erklärte dazu: „Das sind viele schöne Worte dafür, dass dieses Projekt wirklich gestorben ist. Wir sind sehr enttäuscht.“ Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld machte deutlich, dass die Stadt bisher das L14zwo unterstützt habe und weiterhin unterstütze: „Es sind andere Perspektiven möglich.“ Er sprach sich dafür aus, den Wandel in der Innenstadt zu nutzen und womöglich anderweitige geeignete Flächen zu finden, sollten die Räumlichkeiten in der Lindenstraße nicht mehr zur Verfügung stehen.
Martin Jahn, Stadtverbandsvorsitzender der CWE Fulda, hob hervor, dass die Stadt sich sehr für das kulturelle Vielfalt in der Stadt engagiere. Er machte gleichzeitig deutlich: „Die Stadt kann nicht jeden Verein unterstützen.“ Riebold merkte zu den Ausführungen des Magistrats an: „Es braucht kein großartiges Budget. Es braucht Anschlüsse für Strom, Wasser, Abwasser und Toiletten.“ Sie meinte, dass die Umsetzung auch langsam begonnen werden könne. Wingenfeld machte deutlich: „Fuldas Kulturlandschaft lebt von der Vielfalt.“ Gleichzeitig betonte er, dass die finanziellen Rahmenbedingungen sich insgesamt verschlechtert hätten und der Magistrat abwägen müsse, welche Projekte finanziert werden müssen.
