Und Trainer Mirko Gerhard hatte die gute Stimmung im Team bereits vorher angekündigt. Dieses Quäntchen nahm die SGL mit ins Spiel nach Lauterbach, hatte Glück, dass der VfL seine Dinger nicht machte, und setzte selbst eiskalte Nadelstiche. „In der ersten Halbzeit sah es überhaupt nicht danach aus. Wir hatten anfangs das Spiel im Griff, schenken es dann aber her. Da hatte Lauterbach zwei, drei Riesen-Chancen“, sagte Löschenrods sportlicher Leiter Marcel Junk.
In Nicolas Jürgens hatten die Gäste aber einen starken Rückhalt, und je länger es 0:0 stand, umso mehr „kühlten die Gemüter ab“. Nach der Pause brauchte Löschenrod dann fünf Minuten, um den ersten Stich zu setzen: Steffen Mayer köpfte nach Ecke ein. „Danach war der Stecker beim Gegner ein bisschen gezogen“, sagte Junk: Löschenrod war fortan obenauf und machte zu den richtigen Zeitpunkten die Tore. Und Junk pflichtete Trainer Gerhard bei: „Eigentlich bist du als Kreisoberligist der, der den Druck hat und mit den Füßen an der Klippe steht. Aber es ging – bis auf das Weyhers-Spiel – bei uns in den letzten Wochen in die richtige Richtung. Im Training ist Feuer drin, die Stimmung ist überragend. Und heute haben wir es einfach professionell runtergespielt“.
Angefeuert von weit über 100 Fans, die aus Löschenrod mitgereist waren, ballerte sich die Hermania mit dem 4:0 nah an den Klassenerhalt heran, der im Heimspiel am kommenden Pfingstmontag dann gegen Oberkalbach dingfest gemacht werden soll. Vorher muss der VfL nun am Freitag zur SG Oberkalbach, und bräuchte ein kleines Wunder.
Lauterbach: Naoussitene; Sylla, Valiyev, Schure, Toure, Erovic, Vladavic, Ilgar, Boka, Kahraman, Al Mudafer.
Löschenrod: Jürgens; Wiegand, Weisbeck, Gerhard, Stephan, Tafolli, Vogel, Mayer, Wolf, Laube, Rausch (Ristevski, Phitnok, Jehn).
Schiedsrichter: Jonas Vitt (Lispenhausen)
Tore: 0:1 Steffen Mayer (49.), 0:2 Tony Rausch (65.), 0:3 Halil Tafolli (80.), 0:4 Luke Stephan (90+2.)
Zuschauer: 800
