Es waren die Elfmeter, die für klare Verhältnisse sorgten: Auf Burghauner Seite verwandelte Nico Gavos kurz nach der Halbzeitpause eiskalt, auf Werrataler Seite scheiterte Tapdig Aliyev an Pascal Baumgart und verpasste die Chance auf zumindest ein Remis. Der Hersfeld-Rotenburger A-Liga-Vizemeister lieferte vor 700 Zuschauern in Herfa ein zähes Spiel ab, fand kein Mittel gegen den Kreisoberligisten und hat nun in Großentaft eine ganz, ganz schwere Aufgabe vor der Brust. Für einen Aufstieg müsste ein hoher Sieg her. RWB hingegen ist durch mit der Relegation, hat drei Punkte auf dem Konto und muss hoffen, dass Dittlofrod/Körnbach in der Gruppenliga-Relegation den Sprung nach oben schafft – dann würde auch der zweite Rang in der eigenen Dreier-Runde reichen.
„Es war kein schönes Spiel zum Anschauen, aber von unserer Seite viel Kampf und Leidenschaft. Die Jungs haben alles reingeworfen und sich gegenseitig gepusht“, war Burghauns Vorstand Andreas Och zufrieden: „Jetzt müssen wir ein bisschen auf Schützenhilfe hoffen – aber selbst wenn es nicht klappt, nehmen wir auf jeden Fall ein ordentliches Gefühl mit in die Sommerpause“.
Die SG Werratal war hingegen enttäuscht, „dass wir ausgerechnet heute unser schlechtestes Saisonspiel gemacht haben“, so Trainer Uwe Stückrath: „Wir waren völlig gelähmt, obwohl ich der Mannschaft gesagt habe, dass wir überhaupt keinen Druck haben. Burghaun war aggressiver, dann haben wir noch den Elfmeter verschossen – es hat irgendwie alles gepasst“. Dennoch hofft auch die SGW nun mit Dittlofrod eine Liga höher, dann würde sogar ein 1:0 in Großentaft reichen. Für Platz eins in der Dreierrunde brächte es einen deutlichen Sieg bei Blau-Weiß, das hielt selbst Stückrath für „utopisch“, wollte der Mannschaft aber keinen Vorwurf machen: „Die Truppe ist jung. Und die Kulisse war super heute, daran lag es nicht“.
Werratal: Löhn; Ruch, Puscasu, Aliyev, Deringer, Henze, J. Erbe, N. Erbe, Thornagel, Leder, Göbel (Litz, Engler, Bläsing).
Burghaun: Baumgart; Bosold, Gerhard, Wenzel, Fischer, van Leeuwen, Gavos, Hutfleß, Balzert, Keller, Günther (Plutz, Altstadt, Husseini).
Schiedsrichter: Johannes Frohnapfel (Welkers)
Tor: 0:1 Nico Gavos (50., Foulelfmeter)
Zuschauer: 700
Verschossener Foulelfmeter: Tapdig Aliyev (Werratal, 63.) – Baumgart hält.
