Die Germanen hatten 2023 den Aufstieg gegen Welkers und Margretenhaun mit zwei deutlichen Schlappen verpasst, vergangene Saison gab es die Heimpleite gegen Weyhers – und auch damit war schon alles vorbei. Das für den FSV unbedeutende Spiel bei Schmalnau/Hettenhausen wurde dann sogar noch gewonnen, doch die Fuldaer stehen nun zum dritten Mal in Folge in der Relegation. Ein Rekord? Wahrscheinlich. Aber diesmal soll es klappen.
„Wir fragen uns auch selbst, was wir anders machen müssen“, rätselte auch FSV-Trainer Zeljko Karamatic im Vorfeld, hat aber eine ganz einfache Antwort vor dem Duell gegen Motten: „Wir dürfen das Spiel einfach nicht verlieren. Letztes Jahr, das war wirklich unglücklich. Jetzt versuchen wir uns, auf uns zu konzentrieren“. Der Coach war mit dem einen oder anderen Spieler beim ersten Relegationsspiel und sah ein 1:1 zwischen Motten und Bimbach, nun kommt der SCM an den Gallasiniring – und hat sich Respekt erarbeitet: „Sie sind sehr kampfstark und können schnell umschalten. Das sind wichtige Komponenten. Das werden wieder 50:50-Spiele, alles ausgeglichen, das gilt auch für Bimbach“, hat Karamatic Respekt vor den Konkurrenten aus den A-Ligen.
Die reguläre Saison hingegen muss die Germania abhaken, denn mit dem erhofften direkten Aufstieg wurde es bekanntlich nichts: „Wir haben halt das eine entscheidende Spiel in Niesig verloren, davor 18 Monate überhaupt kein Spiel. Aber Gratulation nach Haimbach – wenn man so lange oben dabei ist, dann hat man es auch verdient“, so Karamatic, der bis auf die Langzeitverletzten und -Gesperrten alle an Bord hat. Die Relegation soll nun kein Deja-Vu werden – und der Trainer hofft am Samstag natürlich auch auf die passende Kulisse: „Als Spieler habe ich immer auf viele Zuschauer gehofft. Der eine oder andere ist vielleicht nervös, aber wir sind heimstark und ich hoffe, dass die Jungs die Atmosphäre vertragen. Ein Sieg wäre richtig gut für das Spiel am Montag“, betont Karamatic, nicht aber, ohne nochmal vor den Mottener Tugenden zu warnen.
Fakt ist durch die Abstiege von Horas und Ehrenberg in die Kreisoberliga Mitte bekanntlich auch, dass kein zweites Team in der Relegation in die KOL rutschen kann. Ergo: Gewinnt Germania am Samstag, haben es die Fuldaer in eigener Hand. Gewinnt Motten, sind die Germanen erneut nach einem Spiel raus aus dem Rennen. Und gibt es keinen Sieger, wird es am Pfingstmontag in Bimbach umso spannender.
Relegation zur Kreisoberliga Mitte
Mittwoch, 4. Juni, 19 Uhr
SC Motten – Spvgg. Bimbach 1:1
Samstag, 7. Juni, 15 Uhr
Germania Fulda – SC Motten
Montag, 9. Juni, 15 Uhr
Spvgg. Bimbach – Germania Fulda
