Leichtathletik 03.06.2025

Hessische Meisterschaften – LG Fulda überzeugt auf allen Ebenen

Fulda (jah) – Es war das erste, große Leichtathletik-Highlight des Jahres in der Region: Am vergangenen Wochenende wurden die Hessischen Meisterschaften der Aktiven und U18 im Stadion in der Johannisau ausgetragen – und sowohl für den Hessischen Leichtathletikverband (HLV) als auch für den Ausrichter, die LG Fulda, war das Event ein voller Erfolg. Darüber hinaus überzeugten auch zahlreiche, hiesige Athleten mit persönlichen Bestleistungen.

Anna Volmer brillierte bei der LG. Fotos: Christine Görlich

Friedrich Schulze schaute auch in seiner Heimat vorbei.

Voller Einsatz bei allen Athleten.

„Von unserer Seite ist hier besonders Anna Volmer hervorzuheben“, erklärte Jürgen Schuck von der LG Fulda: „Sie hat sich mit einer Top-Leistung für den Finallauf über 200 Meter qualifiziert, und das obwohl sie noch in einigen anderen Disziplinen angetreten ist.“ Unter anderem über 100 Meter und im Weitsprung ging Volmer noch an den Start, ihre Leistung im Vorlauf über die 200 Meter (WU18) war aber außergewöhnlich: Mit einer Zeit von 26,94 Sekunden beendete sie ihren Lauf als Zweite – und musste sich nur der späteren Siegerin Emmanuella Adusei (Eintracht Frankfurt) geschlagen geben. „Außerdem ist Mathilda Boucky zum ersten Mal über die 1500 Meter (WU18) an den Start gegangen und hat ihre persönlich vorgenommene Zeit locker unterboten“, freut sich Schuck: „Und auch die anderen Ergebnisse unserer Athleten waren alle mehr als im Rahmen, auch wenn wir phasenweise wirklich mit dem Wind zu kämpfen hatten.“ Generell waren die Wetterbedingungen besonders am Sonntag nicht gerade ideal – vorsichtig formuliert. Denn das Gewitter über der Region am Sonntagnachmittag machte auch vor dem Stadion der Stadt Fulda keinen Halt: „Wir mussten für etwa 90 Minuten unterbrechen“, sagt Schuck, dem es mit seiner LG dennoch gelang, die Verspätung in einem überschaubaren Rahmen zu halten: „Wir waren am Ende trotzdem nur 30 Minuten hinter dem Zeitplan.“

Von den Wetterkapriolen gar nicht beeinflussen ließen sich auch andere osthessische Athletinnen und Athleten: Unter anderem die Leichtathletikabteilung des Hünfelder SV konnte wieder einmal auf sich aufmerksam machen, insbesondere Greta-Lucia Ritz: Über 400 Meter (WU18) und 400 Meter Hürden (WU18) ließ die Nachwuchsathletin der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance und sicherte sich jeweils Platz eins, über letztgenannte Disziplin sogar mit persönlicher Bestzeit von 57,35 Sekunden. Hünfelds Amelie Witzel holte derweil den Titel im Hochsprung der U18, obwohl sie von der W15 hochgestartet war, mit 1,63 Metern.  Ebenfalls auf dem Podest landeten Annika Burkard und Vincent Vogt: Die Athleten des TV Flieden holten Silber beziehungsweise Bronze, Burkard beim Dreisprung der Frauen (10,94 Meter), Vogt bei den 400 Meter Hürden MU18 (73,33 Sekunden).

Der Petersberger Friedrich Schulze war ebenfalls mit am Start, der für den Königsteiner LV startet und sich im ersten U23-Jahr befindet, ging als klarer Sieger der Männer-Wettkämpfe im Kugelstoßen und Diskuswurf hervor: Mit der Kugel kam er auf 13,89 Meter, der Diskus flog gleich auf 48,91 Meter und damit über vier Meter weiter, als bei allen anderen. Auch um gut einen Meter konnte er damit seinen persönlichen Bestwert nach oben schrauben. Weniger zufriede war er, auch trotz Bestleistung, mit der Kugel.

Insgesamt konnte Organisator Jürgen Schuck so auf ein rundherum gelungenes Event zurückblicken, denn nicht nur die sportlichen Leistungen stimmten bei den Hessischen Meisterschaften: „Auch das Drumherum. Mit Athleten und allen waren pro Tag etwa 1000 Leute da und wir konnten uns auf jeweils 70 Helfer jeden Tag verlassen.“ Davon habe allein die LG mehr als die Hälfte gestellt. „Da hat ein Rädchen ins andere gegriffen. Wir wurden auch von allen Seiten sehr gelobt, nicht nur von den Zuschauern oder Athleten, auch die Kampfrichter und der HLV war sehr angetan von dem Einsatz, den wir gezeigt haben“, berichtet Schuck stolz: „Natürlich ist so ein Event immer auch eine Einnahmequelle für den Verein, nur von Mitgliedsbeiträgen lässt sich das ja alles gar nicht finanzieren. Aber uns war es wichtig, nicht so teuer zu sein.“ So gab es die Bratwurst beispielsweise für 3,50 Euro, ein 0,5 Liter-Getränk ab zwei Euro – Preise, die andernorts heutzutage kaum noch vorstellbar seien.

Hessische Meisterschaften in Fulda – Teil 1. Fotos: Christine Görlich