Der Hünfelder SV war und ist in der Pause nicht untätig, muss schließlich auf namhafte Abgänge wie Kevin Krieger (Hofbieber), Benedikt Kaiser (Karriereende), James Sawatzky (Eichenzell), Maxim Bevz (Borsch) oder Amaar Hussain (Plauen) reagieren. Bereits fix waren die Zugänge von Bartosz Witkowski und Boas Kümmel, die aus Eiterfeld kommen, sowie Petr Paliatka jr vom Nachbarn aus Steinbach. Für das Tor kommt Andrei Boureanu von Borussia Fulda.
Nun hat der HSV nochmal nachgelegt und begrüßt zwei Rückkehrer: Defensivspieler Sven Kemmerzell, der für sein Medizinstudium nach der vorletzten Saison nach Bayern ging und dort für den ASV Rimpar kickte, wechselt zurück an die Rhönkampfbahn und wird vollwertiges Kadermitglied sein. „Wir waren immer in Kontakt. Er ist ein super Kerl, der in seinem ersten Hessenliga-Jahr bei uns schon gezeigt hat, dass er eine Verstärkung ist“, sagt Trainer Johannes Helmke über den Rhöner. Kemmerzell gehörte 2023/24 zum Stammpersonal und machte 29 Hessenliga-Spiele in dieser Saison für den HSV. Nun kehrt er mit noch mehr Erfahrung und Stabilität zurück. „Er hat Ruhe und Erfahrung, sowie eine große Stärke im Minimieren von Fehlern“, so Helmke.
Über den anderen Rückkehrer freut sich der HSV mindestens genauso doll: Jemal Kassa, einst für die SG Barockstadt, dann für den HSV und zuletzt in Gießen aktiv, soll wieder für die Hünfelder zaubern. Der 27-jährige und 1,69 Meter kleine Dribbelkünstler ist ein Artist auf dem Platz. „Der Kontakt war immer da, schon am ersten Tag, seit er nach Gießen gewechselt ist“, so Helmke. Beim FCG erlebte Kassa schwierige Zeiten, war im Winter schließlich vereinslos und wird nun wieder in Hünfeld heimisch. „Es freut mich total, dass er wieder da ist. Er will alles geben“, verspricht Helmke, der über alle bisherigen Neuzugänge sagen kann: „Das sind Spieler, die frisches Blut reinbringen und zum HSV passen. Abgänge gehören auch im Fußball immer dazu, aber wir freuen uns, die neuen Jungs zu integrieren und die Rückkehrer, die sich schon gut auskennen, wieder dabei zu haben“. Den Trainingsauftakt hat der Coach für den 30. Juni angesetzt, möglich sei auch, dass es der 1. Juli wird. So oder so: Nach Platz acht in der abgelaufenen Saison und 55 Punkten will der HSV erstmal noch die Sommerpause genießen, und dann an die Erfolge anknüpfen, nun als alleiniger Vertreter Osthessens in der Hessenliga.
