Das Gebäude wird fortan als Tagesbetreuung für Kinder und Jugendliche sowie als Beratungsstelle genutzt. „Das ist etwas ganz besonderes und der Dank geht natürlich an erster Stelle an Familie Ackermann, die uns das Gebäude überlassen haben, damit etwas Soziales damit passieren kann. Der Grundstein dafür wurde nun gelegt“, bedankte sich Dr. Markus Juch mit einleitenden Worten, zusammen mit Christof Schneider Einrichtungsleiter des neuen, und insgesamt dritten, Caritasstützpunktes in Hünfeld. „Wir haben direkt gemerkt, dass ein positiver Geist in diesem Haus steckt“, berichtete Schneider von der ersten Besichtigung des Gebäudes vor Ort. „Wir haben es vorgefunden, als wäre die Besitzerin nur mal kurz Einkaufen gegangen. Es hat einen besonderen Flair, einen besonderen Charme.“ Dieser sollte auch unbedingt bewahrt werden, weshalb der leitende Architekt Markus Swoboda gar nicht so viel zu tun hatte. Lediglich kleinere Eingriffe, unter anderem an der Außenanlage, seien zu erledigen gewesen – „um das Gebäude aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken“, wie der Architekt erklärte. 100.000 Euro seien für die Sanierung notwendig gewesen.
Nach dem Ableben von Marga Ackermann entschied sich die mehrköpfige Erbengemeinschaft, bestehend aus zahlreichen Familienangehörigen, dass das Haus der Verstorbenen einem sozialen Zweck dienen solle. Der Hünfelder Pfarrer Dr. Michael Müller nahm Kontakt mit dem Caritasverband der Diözese Fulda auf, ob das Gebäude nicht als Sozialeinrichtung genutzt werden könne. „Und wir haben direkt gesehen, dass das eine absolut tolle Immobilie ist: Zentrumsnah, eine Oase zum Wohlfühlen. Wir haben uns direkt in das Gebäude verliebt“, schwärmte Ansgar Erb aus dem Caritas-Vorstand: „Mein Dank geht an alle Beteiligten, aber insbesondere an Familie Ackermann, die mit der Schenkung ein großes Herz gezeigt hat.“ Auch die Nutzung des Hauses als Einrichtung für Kinder und Jugendliche könne passender nicht sein, wie Erb betonte: „Auf diese Weise wird das Erbe von Marga Ackermann, die ja als Lehrerin zahlreiche Kinder und Jugendliche unterrichtete, optimal fortgeführt.“
Unter der Aufsicht von Fachkräften können die aktuell neun Kinder zwischen sechs und 14 Jahren im „Haus Ackermann“ unter anderem Hausaufgaben machen, lernen in der pädagogischen Tagesgruppe aber auch, was soziales Miteinander bedeutet. „Da geht es darum, wie man Freunde findet, wie man sie behält und auch wie man Konflikte löst. Das alles geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Eltern und Familien der Kinder“, erklärte Bereichsleiterin Nicole Grimme. Doch nicht nur eine Tagesbetreuung hat in der Molzbacher Straße 13 Einzug erhalten, fortan gebe es außerdem eine Beratungsstelle für Externe, die Interessierten auch außerhalb der Öffnungszeiten der Tagesbetreuung mit Rat und Tat zur Seite steht.
