Fußball 21.06.2025

Hannes Wolf stellt „Trainingsphilosophie Deutschland“ vor

Bad Hersfeld (pm/jah) – Freude, Intensität, Wiederholung – auf diesen drei Prämissen baut die „Trainingsphilosophie Deutschland“ auf. Das Ziel: Das Kinder- und Jugendtraining in Deutschland besser machen. Dieser Mission hat sich DFB-Sportdirektor und U20-Nationaltrainer Hannes Wolf gemeinsam mit seinem Kompetenzteam verschrieben. Mit kleinen Spielformen sollen Kinder und Jugendliche Fußball hochdosiert erleben und möglichst viele Lernmomente pro Training erhalten. Dieses Konzept stellte Wolf bei einer Fortbildung im Rahmen des Frauen-Hessenpokalfinals in Bad Hersfeld vor.

Über 200 Trainerinnen und Trainer lauschten DFB-Sportdirektor Hannes Wolf, der in Bad Hersfeld die „Trainingsphilosophie Deutschland" vorstellte. Foto: Tim Gröning

„Der Tag hier in Bad Hersfeld hat mir großen Spaß gemacht. Man merkt den Trainerinnen und Trainern ihre Leidenschaft für den Kinder- und Jugendfußball an. Ich hoffe, dass sie die Ideen, die sie gewonnen haben, in ihr Training integrieren und an andere Trainer und Trainerinnen weitergeben“, zeigte sich Wolf begeistert, der bei der Fortbildung nicht nur die Trainingsphilosophie Deutschland präsentierte, sondern sich mit seinem Team, zu dem unter anderem auch Sandro Wagner, Hermann Gerland und Hanno Balitsch gehören, auch ausführlich den Fragen und Herausforderungen der anwesenden Trainerinnen und Trainern stellte. Authentisch machte Wolf klar, auf welchen Überzeugungen die Trainingsphilosophie basiert: Das Kleinspielformate auf Tore, Spaß und eine hohe Nettospielzeit.

Um das Lernen unterschiedlicher Verhaltensweisen auf dem Fußballplatz zu trainieren, hat das Kompetenzteam des DFB um Hannes Wolf eine Rezeptur an unterschiedlichen Spielformen vom Eins vs. Eins bis zum Vier vs. Vier entwickelt. Durch den variierenden Aufbau der Felder und entsprechenden Regeln soll ein bestimmtes Verhalten der Spielerinnen und Spieler provoziert und dadurch unterschiedliche Fußballaktionen geübt werden – und zwar nicht durch isolierte Übungen, sondern im Spiel. Diese Prämisse gelte nicht nur für leistungsorientiertes Kinder- und Jugendtraining, sondern genauso für die Arbeit an der Basis. In Bad Hersfeld präsentierte Wolf diese Ideen nach einer theoretischen Einführung im Audimax Obersberg mit der U12-Juniorinnen-Regionalauswahl Fulda auf dem Platz im Stadion „An der Oberau“. Die 200 Anwesenden zeigten sich begeistert von Wolfs Offenheit und den von ihm präsentierten Inhalten. Anschließend an die Fortbildung nahm sich der DFB-Nachwuchsdirektor Zeit, um mit den anwesenden Trainerinnen und Trainern und den Zuschauern, die sich bereits für das anschließende Hessenpokalfinale der Frauen zwischen Blau-Gelb Marburg und Kickers Offenbach eingefunden hatten, Fotos zu machen und Autogramme zu geben.

Neben der Fortbildung mit Hannes Wolf hatte der Hessische Fußball-Verband weitere spaßige Programmpunkte rund um das Highlight des Hessenpokalfinals, das Kickers Offenbach mit 2:0 gegen Blau-Gelb Marburg gewann, organisiert. Unter anderem wurden die Meistermannschaften der Frauen- und Mädchenligen aus ganz Hessen geehrt und ließen sich im Stadion von ihren Fans feiern. Außerdem fand der Ü32 Ladies Cup des HFV statt und es gab einige Aktionen, bei denen kleine und große Fußballfans ihr Können unter Beweis stellen konnten: Sei es beim Fußball-Dart, an der Torwand oder beim Fußball-Freestyle-Workshop. Insgesamt erlebten rund 800 Fußballfans einen echten Frauenfußball-Festtag in Bad Hersfeld.

Interessierte können die wichtigsten Informationen zur „Trainingsphilosophie Deutschland“ unter folgendem Link einsehen: https://misc.fussballtraining.com/blaetterfunktion/dfb_tpd_broschuere/

Trainerlehrgang mit Hannes Wolf in Bad Hersfeld. Fotos: Tim Gröning, Stefan Kost, Melina Stock