Thalau entschied das Spiel vor allem zu Beginn des zweiten Durchgangs: Es waren noch keine 120 Sekunden nach Wiederanpfiff gespielt, da köpfte Lukas Brehl einen Freistoß ein und sorgte für den Ausgleich – hochverdient wohlgemerkt, die Minuten vor dem Pausenpfiff gehörten klar dem FSV. Ahmet Emre Aydogan drehte die Partie nur wenig später komplett. Und das Thalauer Führungstor war fast eine Kopie des Ausgleichs, wieder konnte Dittlofrod/Körnbach einen Freistoß nicht richtig klären, wieder war es ein Kopfball, der Bleuels Team auf die Siegerstraße brachte. Spätestens mit dem 3:1 durch Fin Storch weitere zehn Minuten später war die Messe gelesen und der FSV konnte mit der Rückkehr in die Gruppenliga planen – auch wenn Jonas Strube die SGDK am Ende nochmal heran bringen konnte (90.). „Ich glaube, wenn Dittlofrod dann noch das 3:3 macht, wäre es sehr schwer für uns geworden. Ich denke, in einer Verlängerung hätten sie noch mehr Körner gehabt“, war Bleuel erleichtert, dass seine Mannschaft das 3:2 über die Zeit brachte. „Wir haben aber heute vieles gut gemacht, auch schon in der ersten Halbzeit. Wie so oft waren wir aber trotzdem in Rückstand“, analysiert der Thalauer Trainer und merkt an, dass er genau das in der Halbzeit angesprochen habe: „Ich habe den Jungs gesagt, wir lagen in dieser Saison so oft 0:1 zurück und konnten es fast immer drehen. Das ist einfach unsere DNA. Wir wussten zur Pause, dass noch nichts verloren ist.“ Offensichtlich hat Bleuels Ansprache Wirkung gezeigt, immerhin begann der FSV im zweiten Durchgang wie die Feuerwehr und entschied die Partie praktisch in etwas mehr als 15 Minuten.
„Thalau war spielerisch schon stärker und hat insgesamt verdient gewonnen“, musste auch SGDK-Trainer Jürgen Pomnitz zugeben: „Wir waren am Ende auch am Limit.“ Der KOL Nord-Vertreter kann dennoch stolz auf sich sein, nach einer überaus erfolgreichen Saison schickte die SGDK zunächst die TSG Lütter in die Kreisoberliga und bot im Finale dem FSV Thalau immerhin die Stirn – vielleicht wäre sogar mehr drin gewesen, immerhin ging Pomnitz Team in Führung: Tobias Witzel stand nach einem Eckball am zweiten Pfosten goldrichtig und musste nur noch einschieben (28.). Zwar begann Thalau, wie auch im Halbfinalrückspiel gegen FT Fulda, mit einigen Unkonzentriertheiten. Abgezeichnet hatte sich die Führung Dittlofrods jedoch nicht, war der FSV doch auch in Halbzeit eins schon die bessere Mannschaft – „wir lassen da aber wieder vier oder fünf Hochkaräter liegen und dann gehst du eben mit dem Rückstand in die Pause“, ärgerte sich Uwe Bleuel, dessen Team sich jedoch im zweiten Durchgang wesentlich effektiver zeigte – und somit nach einem Jahr Abstinenz verdientermaßen in die Gruppenliga zurückkehrt.
Dittlofrod/K.: Hohmann; Mohr, Hofmann, Baumgart, Pabst (81. Grösch), Witzel, Biel, Käsmann (49. Rumpeltes), Pachowski, Dzinic.
FSV Thalau: Bektesi; Hilfenhaus, Brehl, Fl. Storch, Weichlein, Fin Storch (71. Erb), Bonsu, Aydogan, Piechutta (90+5. Görlich), Löhmer, Hohmann.
Schiedsrichter: Julian Rohrbach (Niederaula)
Tore: 1:0 Tobias Witzel (28.), 1:1 Lukas Brehl (46.), 1:2 Ahmet Emre Aydogan (53.), 1:3 Fin Storch (63.), 2:3 Jonas Strube (90.)
Zuschauer: 2200.
