Fußball 01.06.2025

Gruppenliga-Relegation – „50:50-Spiel“ – Dittlofrod gastiert in Lütter

Lütter/Dittlofrod (jah) – Der Großteil der Amateurfußballer befindet sich in der Sommerpause, für einige stehen aber jetzt die ganz großen Highlights an: In den Relegationsspielen geht es noch um alles, so zum Beispiel auch für die TSG Lütter und die SG Dittlofrod/Körnbach, die am Sauerbrunnen in Lütter im Halbfinal-Hinspiel der Relegation zur Fußball-Gruppenliga aufeinandertreffen. Anstoß ist am Sonntag um 15 Uhr.

Ein schlechtes Omen? Ebenfalls am 1. Juni, verlor die TSG Lütter gegen Nord-Kreisoberligist Bebra mit 0:1 in der Relegation – am Ende verpasste Lütter den Aufstieg in die Gruppenliga. Archivfoto: Christine Görlich

Die SG Dittlofrod/Körnbach hat die Relegation seit gut drei Wochen sicher und freut sich auf die Spiele. Foto: Pascal Fischer

Hinter dem noch dominanteren Meister Niederaula/Kerspenhausen war die SGDK das Maß aller Dinge in der KOL Nord: Seit Wochen hat die Mannschaft von Jürgen Pomnitz die Relegation sicher, 14 Punkte Vorsprung auf Rang drei standen am Ende unter dem Strich – dementsprechend verdient hat sich der „Dino“ der Nord-Staffel, der seit 19 Jahren dort spielt, nun anstehenden und überhaupt ersten Relegationsspiele gegen Gruppenligist TSG Lütter. „Wir hatten einen wirklich guten Lauf“, sagt daher auch Pomnitz und freut sich auf die beiden Duelle mit der TSG. „Ich denke, dass Lütter etwas mehr Druck hat. Sie wollen natürlich drin bleiben, wir gehen das locker, aber konzentriert an. Relegation ist immer etwas Besonderes.“ Seine Elf sieht der Übungsleiter der Gäste aber eher in der Rolle des Underdogs. „Ich denke, es wird ein 50:50-Spiel, Lütter ist aber insgesamt schon der Favorit.“ Personell steht Pomnitz mit Ausnahme von Hardi Fattah, der eine komplizierte Knieverletzung erlitt, der komplette Kader zur Verfügung. „Er hat einen Meniskusanriss und die Kreuzbänder sind überdehnt. Er wird uns definitiv fehlen.“

Anders sieht die Lage beim Gegner aus: Neben den Langzeitverletzten fällt nun auch noch Niklas Kremer aus, der ohnehin schon kleine Kader schrumpft nun nochmal. Kremer war im letzten Saisonspiel von Lütter gegen Hönebach ausgewechselt worden. „Aber es muss ja irgendwie funktionieren, auch wenn diese Ausfälle nicht zu kompensieren sind“, sucht TSG-Trainer Rolf Gollin nicht nach Ausreden: „Wir müssen die Situation annehmen, wie sie ist Die Chance ist noch da.“ Lütter bekam am Mittwochabend keine Schützenhilfe und kletterte trotz Sieg gegen Hönebach nicht mehr ans rettende Ufer, erst dann stand auch fest, dass es gleich am Sonntag zum Relegations-Heimspiel kommt. Im Hintergrund wurde direkt fleißig geplant, eine große Kulisse wird erwartet.

Für den sportlichen Erfolg, sprich den Klassenerhalt, muss jedoch Gegner Dittlofrod/Körnbach aus dem Weg geräumt werden, ehe in einem möglichen Finale um den letzten Platz in der Gruppenliga FT Fulda oder der FSV Thalau warten würden. „Das ist ein starker Gegner, vor allem in der Offensive“, sagt Gollin: „Das wird ein enges Spiel, ich erwarte eine Partie auf Messers Schneide.“

Organisatorisch ist die Relegation ebenfalls eine Herausforderung für die TSG: Aktuell laufen große Umbauarbeiten am Sportlerheim, das nicht zur Verfügung steht. Weder der Verkaufsraum dort noch die Kabinen können genutzt werden, wie Vorstand Steffen Brehl angibt: „Es ist vielleicht nicht das richtige Jahr, aber jetzt machen wir das Beste draus: Wir werden Verkaufsstände rund um den Platz aufbauen, wo es Essen und Getränke geben wird“. Davon wird reichlich da sein, verkauft wird Flaschenbier. Aus Dittlofrod hätten sich etwa 200 Fans angekündigt – ohnehin haben beide Dörfer der Gäste zusammen nur wenige hundert Einwohner, von denen viele auf den Beinen sein werden. „Wenn das Wetter passt, könnte es schon vierstellig werden“, rechnen Brehl und die TSG mit einer tollen Kulisse. Rundherum ist sonst nichts, das parallele Relegationsspiel steigt erst um 18 Uhr.