Dass der FSV Thalau und insbesondere seine Anhänger hervorragende Stimmung garantieren, dürfte spätestens seit den ersten Relegationen und dem Verbandsliga-Abenteuer des Vereins weit über die Grenzen Fuldas hinaus bekannt sein. Und auch nach dem Finaltriumph an Pfingstmontag auf der Hünfelder Rhönkampfbahn gegen die SG Dittlofrod/Körnbach brachen bei der Mannschaft von Trainer Uwe Bleuel alle Dämme. „Blau-Weißer FSV Thalau, Perle der Vorderrhön“ schallte es über den Platz. Die Aufstiegsfeier startete noch in der Haunestadt, ehe sich das Team begleitet von drei Fanbussen zurück auf den Weg in den heimischen Wittiggrund machte – dort wurde bereits das komplette Wochenende über das 75-jährige Bestehen des Fußballsportvereins gefeiert.
Die Rahmenbedingungen für die Meisterparty waren entsprechend vorhanden, schließlich stand das Festzelt vom Wochenende auch am Montagabend noch. „Wir haben es gebührend krachen lassen“, kann Trainer Uwe Bleuel wenig überraschend bestätigen: „Im Festzelt wurde jeder Einzelne nochmal namentlich aufgerufen, wir haben mit den Fans bis um halb fünf morgens gefeiert.“ Jetzt bleiben Bleuel und seiner Mannschaft immerhin ein wenig Zeit zur Regeneration, bevor es Ende Juni nochmal für drei oder vier Tage geschlossen nach Mallorca geht. „Wir lassen die Saison jetzt nochmal ausklingen“, sagt Bleuel. Nach dem Mammutprogramm der vergangenen Tage habe sich der FSV das verdient. „Die Spieler müssen ja auch mal etwas zur Ruhe gekommen. Und auch ich hatte wenig Freizeit. Mein Garten hat ziemlich gelitten in den letzten zwei Wochen“, schmunzelt der Trainer.
Am 1. Juli bittet der Übungsleiter dann schon zum Trainingsauftakt, schließlich steht dem Aufsteiger eine anstrengende Spielzeit bevor: „Ich glaube, dass die Gruppenliga von der Besetzung her nochmal stärker ist als in den vergangenen Jahren.“ Das Niveau und die Qualität seien nochmal gestiegen, „vor allem mit den Aufsteigern wie Sickels oder Niederaula. Man hat ja an Hofbieber gesehen, dass auch Aufsteiger durchaus eine große Rolle spielen können.“ Dazu kämen noch die Absteiger Bronnzell und Neuhof. „Wir müssen von Tag eins an alles geben, um uns alle Chancen auf den Klassenerhalt offenhalten zu können“, weiß Bleuel, dass sich auch sein Team den Gegebenheiten etwas anpassen muss: „Defensiv müssen wir noch eine Schippe drauflegen, das hat für uns eine hohe Bedeutung. Das sind auch nicht nur die Abwehrspieler oder der Torhüter, das fängt vorne bei den Stürmern schon an. Da muss jeder nach hinten mitarbeiten“, verlangt Bleuel: „In der Gruppenliga wird ein deutlich höheres Tempo gespielt, die Intensität ist ungleich höher“, erklärt Bleuel und spricht aus Erfahrung, immerhin stand der aus Motten stammende Coach drei Jahre lang in der Gruppenliga als Trainer in Kerzell an der Seitenlinie.
Die Personalplanungen laufen im Wittiggrund übrigens weiter und sind noch nicht abgeschlossen, immerhin muss Thalau unter anderem den langfristigen Ausfall von Moritz Müller kompensieren. Der 33-Jährige Routinier hat sich schwer am Fuß verletzt. „Bei ihm ist erstmal nicht an Fußballspielen zu denken“, bedauert Bleuel: „Ein oder zwei Fragezeichen gibt es da noch, wir gucken auf jeden Fall noch nach Verstärkungen. Wenn da was passt und es für uns möglich ist, wollen wir nochmal zuschlagen.“
