Lokales FD 02.06.2025

Finanzielle Einschnitte für den ländlichen Raum drohen - Petition

Osthessen (pm/gü) – Keine Errichtung einer Bürger.Werkstätte in Rothemann, kein Bau eines Bikeparks in Sargenzell, keine Unternehmensförderung mit Arbeitsplatzschaffung und auch kein Regionalbudget – ohne Gelder aus dem Leader-Förderprogramm der EU für den ländlichen Raum hätte es diese und viele andere Projekte in den vergangenen Jahren wohl nicht gegeben. Doch in den kommenden Jahren drohen Einschnitte. Deshalb rufen der Verein Natur- und Lebensraum Rhön und das Regionalforum Fulda Südwest auf, eine Petition zu unterstützen.

Auch der Bau des Bikeparks in Sargenzell und des Pumptracks in Neuhof wurde über LEADER gefördert. Foto: Regionalforum Südwest

Ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag an Fördermitteln ist seit den 1990er Jahren über die Lokalen Aktionsgruppen Rhön und Fulda Südwest in die Region geflossen. Die durch die umgesetzten Projekte erzeugten Gesamtinvestitionen überschreiten diese Summe noch einmal deutlich. Profitiert hat davon neben dem Gemeinwohl und bürgerschaftlichen Zusammenhalt auch die an der Umsetzung der Projekte beteiligte heimische Wirtschaft. Ländliche Räume machen 80 Prozent der Fläche der EU aus und sind die Heimat von etwa 30 Prozent der Bevölkerung. Dennoch drohen den ländlichen Gebieten in den kommenden Jahren erhebliche finanzielle Einschnitte. Um dies zu verhindern hat die ELARD (European LEADER Association For Rural Development) die Petition „Eine stärkere Zukunft für das ländliche Europa – LEADER/CLLD als Säule der EU-Entwicklung sichern“ gestartet. Der Verein Natur- und Lebensraum Rhön und das Regionalforum Fulda Südwest unterstützen diese Petition und hoffen auf eine ebenfalls große Unterstützung aus der Bevölkerung. Bis zum 6. Juni können Interessierte die Petition noch online unter www.elard.eu/petition_de unterzeichnen. Die Teilnahme dauert nur zwei Minuten.