Die Ausstellung umfasse einige der kostbarsten Stücke der Sammlung des Hauses Hessen, sagte Donatus Landgraf von Hessen. Er selbst sei eher unbewusst mit vielen dieser Kunstobjekte aufgewachsen, habe die für Europäer exotisch anmutende Optik aber früh schätzen gelernt. „Dass wir besonderes bedeutende Stücke in unserer Sammlung haben, ist mir 2005 bewusst geworden“, sagte der Landgraf und berichtete, wie sein Vater damals, quasi mit einer Vase unterm Arm nach Japan geflogen sei, um dort in einer TV-Show vergleichbar mit der deutschen Sendung „Kunst und Krempel“ teilzunehmen. Das Stück aus dem Hause Hessen sei die Entdeckung des Jahres geworden.
Auch Museumsdirektor Dr. Markus Miller, der die Ausstellung kuratierte, richtete ein paar Worte an die Gäste. Er blickte auf die in den 1990er Jahren entstandene Tradition der Sommerausstellungen im Badehaus von Schloss Fasanerie. Über 30 Ausstellungen gab es bisher, doch eins fehlte bisher: Die ostasiatische Kunst. „Das ist ein Schatz, den wir zum ersten Mal ins Zentrum rücken“, sagte Miller. Zugegen ist die ostasiatische Kunst im Schloss fast in jedem Raum. Bei regnerischem Wetter waren die geladenen Gäste zunächst mit Sekt im überdachten Bereich vor dem Museumseingang empfangen worden. Für die Grußworte ging es dann in Großen Saal von Schloss Fasanerie. Anschließend konnte die Ausstellung besucht werden. Für die Öffentlichkeit ist die Sonderausstellung ab Samstag bis zum 5. Oktober zu sehen.
„Faszination Ostasien“ – Fernöstliche Kunst auf Schloss Fasanerie
