„Das ist ein besonderer Tag für die Marktgemeinde Eiterfeld und ein Meilenstein für die Region“, freute sich Eiterfelds Bürgermeisterin Dana Hauke (CDU) und erklärte das Zustandekommen des Projekts, bei dem sich engagierte Menschen aus der Region gemeinsam für die Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Nach losen Gesprächen im letzten Jahr mit dem Fuldaer Kolpingwerk sei die Bereitschaft von allen Beteiligten schnell deutlich geworden. „Und da bedanke ich mich in aller Deutlichkeit bei Melanie Möller und Brigitte Kram vom Kolpingwerk, dass wir das Netzwerk zusammen auf die Beine stellen konnten.“ Gemeinsam sollen so Begegnung, Unterstützung und Bildung für Personen in allen Lebenslagen ermöglicht werden. Dafür gibt es unterschiedliche, vielfältige Angebote: Von offenen Treffs, Kursen und Veranstaltungen bis hin zur „Offene-Ohren-Zeit“, bei der Personen und Familien sich telefonisch, online oder persönlich melden können, um Unterstützung in allen erdenklichen Bereichen zu erhalten. Menschen jeden Alters sollen in Kontakt treten, sich austauschen und gegenseitig im Alltag unterstützen. „Das Herz sind die Vereine und die Ehrenamtlichen, ohne die ein solches Netzwerk überhaupt nicht möglich wäre. Sie bilden das Fundament“, führte Melanie Möller aus: „Mit Herz und Energie soll aus Plänen gelebte Realität werden. Und wir wollen mit Organisation, Ideen und Materialien im Hintergrund dabei helfen.“
Doch wozu überhaupt ein solches Netzwerk? Und warum ausgerechnet Eiterfeld? Schließlich werde ja in kleineren Gemeinden des Öfteren betont, wie gut doch dort die Verbindungen untereinander seien. Brigitte Kram, wie Möller vom Fuldaer Kolpingwerk, klärte auf: „Die Welt ist im Umbruch. Studien haben gezeigt, dass die Einsamkeit um sich greift und auch Personen jeden Alters betrifft. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe, beispielsweise die finanzielle Situation, Mobilität oder wenige, soziale Kontakte.“ Genau da solle angesetzt werden: „Auch junge Menschen abholen und entsprechende Angebote präsentieren.“ Unterstützung bekommt das Projekt unter anderem vom Landkreis Fulda, der Erste Kreisbeigeordnete Frederik Schmitt übergab den Initiatoren des Familiennetzwerks einen Förderbescheid über 10.000 Euro. „Denn auch ein Netzwerk braucht manchmal einen kleinen Anschub“, wie Schmitt betonte.
