Das Stadtradeln ist ein deutschlandweiter Wettbewerb, mit dem Kommunen ein Zeichen für den Klimaschutz setzen wollen. Das Ziel ist es, Menschen die Vorteile einer klimaneutralen Fortbewegungsmethode als Alternative zum Auto nahe zu legen und attraktiv zu machen. Das war bei den Eichenzellern offenbar gar nicht nötig, denn in der Gemeinde wurde direkt beim ersten Antreten kräftig gedämmelt. „Wir sind im kreisweiten Vergleich derzeit auf dem achten Platz“, berichtete Bürgermeister Johannes Rothmund stolz, der gemeinsam mit Joleen Bleuel, Klimaschutz-Managerin der Gemeinde Eichenzell, die neun Preise an vorher ausgeloste Teilnehmer vergab. Voraussetzung für eine Teilnahme an der Verlosung war, dass die jeweilige Person selbst über zehn Kilometer eingereicht hatte. „Nächstes Jahr gehen wir das noch engagierter an und versuchen noch höher zu kommen“, feuerte der Rathauschef die versammelte Radler-Mannschaft am Wartturm an.
18.000 Kilometer bei nur 80 Teilnehmern sei aber zum Start schon sehr beeindruckend, lobte Bleuel, die die Aktion mitorganisiert hatte. Besonders stellte sie das Team „Döllbach“ heraus, die mit nur acht Fahrern ganze 4430 Kilometer abgerissen hatten. „Eine tolle Leistung“, strahlte sie.
Neun Sachpreise, die von der Firma „Velocultour“ gesponsert wurden, wurden an Teilnehmer vergeben. Jeweils drei Fahrrad-Reinigungssets, drei Fahrrad-Helme sowie drei Gutscheine im Wert von 50 Euro gab es für die neun glücklichen Gewinner. Reinigungs-Sets erhielten Lothar Heil, Benjamin Günder und Daniel Lijovic. Die Fahrrad-Helme gingen an Thomas Heil, Christiane Le Breton und Marina Diegelmann. Über die Gutscheine durften sich Daniel Vey, Helga Flügel und Viktor Baumann freuen.
Nach der Verleihung gab es für alle fleißigen Radler die Gelegenheit beim Rhönclub, die auch das Gelände für die Preisverleihung zur Verfügung stellten, eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen und den Abend in gemütlicher Atmosphäre ausklingen zu lassen. Außerdem bot „Velocultour“ mehrere Rad-Service an. Vor Ort konnten kleinere Arbeiten, wie Luft nachfüllen und Sattel einstellen, aber auch größere technische Herausforderungen, wie Getriebe und kleinere Arbeiten am Motor erledigt werden.
