Lokales FD 27.06.2025

Erster Coworking Space „#zuseworks“ in Hünfeld eröffnet – Fotos

Hünfeld (jk) – Ein Raum für Start-Ups, Einzelunternehmer und Homeoffice der anderen Art wurde im Hünfelder Bahnhof geschaffen. In einem feierlichen Rahmen wurde am Donnerstag der erste Coworking Space #zuseworks in Hünfeld eröffnet. Besucher haben ab sofort die Möglichkeit, die renovierten Räumlichkeiten auf vielfältige Arten, wie beispielweise für ihre Arbeit oder verschiedene Veranstaltungen, zu nutzen.

Benjamin Tschesnok freute sich gemeinsam mit Moritz Meidert und Alexander Wuttke über die Eröffnung und Schlüsselübergabe des ersten Coworking Space in der Region. Foto: Justin Klenner.

Die Kosten für das Projekt betragen 250.000 Euro, wobei 182.000 Euro über Fördermittel getragen wurden. „Heute ist ein besonderer Tag für die Stadt und Stadtwerke Hünfeld“, begrüßte Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok die Gäste. Bis zur Fertigstellung des ersten Coworking Space in der Computerstadt war es ein langer und lediger Prozess, erinnerte sich Tschesnok zurück. Der Anspruch war es, den Leerstand am Bahnhof neues Leben einzuhauchen, so entstand die Idee eines Coworking Spaces. „Wir haben vorher geschaut, was gewünscht ist. Dann stießen wir auf die Herausforderung wie man ein Coworking Space betreibt“, erinnerte sich der Bürgermeister. Der Standort sei aufgrund der direkten Zuganbindung und den Parkplätzen gut zu erreichen.

„Wir haben eine Lücke geschlossen, was es so in der Region noch nicht gab“, sagte Tschesnok. Die Räumlichkeiten am Bahnhof können auf eine vielseitige Weise genutzt werden. So bietet der Coworking Space Platz für Start-Ups und Einzelunternehmern, aber auch Arbeiter im Homeoffice, „die einfach mal nicht von ihren Ehemännern genervt werden wollen“, schmunzelte Tschesnok. Insgesamt fünf Büroräume, zwei ausgestattete Küchen und ein Meetingraum für acht Personen finden auf 250 Quadratmeter und zwei Etagen Platz. Ein weiterer Raum für die flexible Nutzung sei noch in der Planung. Die Nutzer müssen lediglich ihren Laptop mitbringen, für den Rest sorgen die beiden Mitarbeiterinnen Marianne Kurzer und Verena Hohenstein, die mehrmals in der Woche nach dem Rechten sehen. Insgesamt 250.000 Euro betragen die Kosten für das erste Coworking Space der Region. 182.000 wurden aus Fördermittel finanziert. „Damit haben wir strukturellen Leerstand mit Fördermitteln hergerichtet“, freute sich der Bürgermeister über die Eröffnung.  

Betreiber Moritz Meidert freute sich ebenfalls über die Eröffnung. „Coworking hat etwas mit Austausch und miteinander zu tun. Der Ort lebt von einer Sache: Leben“, sagte er. So freue er sich nicht nur auf Besucher, die die Räumlichkeiten für ihre tägliche Arbeit nutzten, sondern auch auf viele verschiedene Veranstaltungen, wie beispielsweise Lesungen. Direkt zum Start machte Meidert einen Aufruf: „Die Wände sind absichtlich leer gelassen worden. Wir wollen gerne eine wechselnde Kunstaustellung mit Künstlern aus der Region haben, die ihre Werke ausstellen können“. Architekt Alexander Wuttke vom Architekturbüro Wuttke in Fulda , bedankte sich in seiner Rede bei allen beteiligten Gremien und hob nochmal die Wichtigkeit der Handwerker hervor. Ich bin froh in Fulda zu arbeiten. Hier gibt es noch ordentliche Handwerksbetriebe“, so Wuttke. In Vertretung von Landrat Bernd Woide sprach Andrea Abel aus dem CDU-Kreisausschuss einige Worte. Sie betonte, dass das Projekt für den Landkreis und die Region von großer Bedeutung sei. „Das Konzept Coworking Space hat sich durchgesetzt. Die Stadt bietet flexible und nutzbare Arbeitsplätze“. Ab sofort können Besucher die Räumlichkeiten online buchen und reservieren. Zum Zeitpunkt der Eröffnung erhalten die Gäste nach der Buchung Zutritt zum Coworking Space. In Zukunft sollen die Räumlichkeiten durch ein digitales Schloss gesichert werden.

Buchungen sind auf der Website unter https://zuseworks.de/ möglich.  

Erster Coworking Space in Hünfeld. Foto: Justin Klenner