Tischtennis 11.06.2025

Deutsche Meisterschaften – Meng muss Stumper den Vortritt lassen

Erfurt (pm/pf) – Alle Blicke auf den Center Court: In einem absoluten Herzschlagfinale gewann Kay Stumper gegen Fanbo Meng im Finale der Deutschen Tischtennis-Meisterschaften und machte sich damit zum Deutschen Meister 2025. Es ist der erste DM-Titel für 22-jährigen Düsseldorfer, für den Maberzeller Meng blieb hingegen nur Silber.

Fanbo Meng gewann Silber bei den Deutschen Meisterschaften. Foto: Christine Görlich

9:8 im siebten Satz, nach einem Netzroller landet Fanbo Mengs Ball im Netz. Der Ball bereitet das Ende eines furiosen Finales vor – zwei Punkte später heißt der Deutsche Meister 2025 Kay Stumper. Ein besseres Ende für vier Tage Tischtennis-Action hätten sich die Zuschauerinnen und Zuschauer in der Erfurter Messe wahrlich nicht erträumen können. Die Finalpartie war ein Tischtenniskrimi sondergleichen, der seinen vorläufigen Höhepunkt bereits im vierten Satz fand. Der Durchgang ging in eine durchaus ausgeprägte Verlängerung, Meng nahm beim Stand von 18:17 ein Timeout und gewann den Satz schließlich mit 20:18. Es folgte ein andauerndes Tauziehen, das im siebten Satz kumulierte. Dort zog Stumper mit 6:0 davon, Meng kam dennoch zurück und schloss zu eben jenem Stand von 9:8 auf.

Partie wird in Erinnerung bleiben

Am Ende steht für die 2.500 Besucherinnen und Besucher am Finaltag der TT-Finals ein Tischtennis-Match, das in Erinnerung bleibt. Wie kräftezehrend die Partie war, sieht man beiden Spielern im Anschluss an. „Ich bin unglaublich glücklich, es war für mich nicht einfach“, konstatiert der jetzige Titelträger. Als Topfavorit war er an erster Position gesetzt. „Da hat man eher etwas zu verlieren als zu gewinnen“, so der Profi. Stumper hatte sich im Verlauf des Turniers gegen Benno Oehme, Cedric Meissner und Wim Verdonschot durchgesetzt. „Alle vier Runden waren sehr umkämpft“, sagt er. Seinem Finalgegner zollt Stumper Respekt: „Fan Bo hat super gegengehalten und gekämpft.“

„Es tut sehr weh, aber so ist Sport“, kommentiert Fanbo Meng. Manchmal seien es die kleinen Momente, die entscheiden würden. Meng hatte im Halbfinale 4:0 gegen Hilpoltsteins Alexander Flemming gewonnen, zuvor gegen Matthias Danzer und Kirill Fadeev.

Mit dem Herren-Einzel geht in Erfurt ein viertägiges Tischtennis-Fest zu Ende. Mit dabei: Natürlich schmerzhafte Niederlagen, aber auch jede Menge emotionale Triumphe. Der Tenor von Spielern und Besuchern: So darf es weitergehen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat man die Zuschauerzahl noch einmal steigern können. Sie lag bei 8.250 Personen.

Damen-Einzel, Halbfinale
Annett Kaufmann - Sophia Klee 4:0 (8,8,2,9)
Yuan Wan - Sabine Winter 1:4 (-8,-7,9,-9,-5,)

Finale
Annett Kaufmann - Sabine Winter 4:1 (-4,7,7,4,8)

Damen-Doppel, Halbfinale
Kathrin Mühlbach/Sabine Winter - Annett Kaufmann/Yuan Wan 3:1 (10,9,-5,5)
Koharu Itagaki/Josephina Neumann - Mia Griesel/Lorena Morsch 3:0 (7,11,11)

Finale
Kathrin Mühlbach/Sabine Winter - Koharu Itagaki/Josephina Neumann 3:2 (5,-7,-7,8,7)

Herren-Einzel, Halbfinale
Kay Stumper - Wim Verdonschot 4:2 (-7,3,-8,11,11,6)
Fanbo Meng - Alexander Flemming 4:0 (7,5,7,6)

Finale
Kay Stumper - Fanbo Meng 4:3 (7,-7,10,-18,8,-8,9)

Herren-Doppel, Halbfinale
Andre Bertelsmeier/Wim Verdonschot - Daniel Rinderer/Tom Schweiger 3:2 (-8,10,8,-4,7)
Matthias Danzer/Alexander Flemming - Kirill Fadeev/Torben Wosik 3:1 (-6,3,10,7)

Finale
Andre Bertelsmeier/Wim Verdonschot - Matthias Danzer/Alexander Flemming 3:0 (6,8,7)