„Der Gott des Gemetzels" ist Yasmina Rezas bekanntestem Stück, nicht zuletzt durch Roman Polanskis Verfilmung 2011. Zwei Elfjährige prügeln sich, der eine schlägt dem anderen zwei Zähne aus. Die dazugehörigen Elternpaare meinen nun, man müsse reden und treffen sich. Im Laufe des Gespräches brechen ihre Instinkte plötzlich wie eine Urgewalt hervor. Alle Kultiviertheit, alle Errungenschaften der Aufklärung nutzen den Protagonisten nichts, wenn es ans Eingemachte geht. „Ihnen dabei zuzusehen, wie ihnen alles entgleist, ist ein lachtränen-treibender, unheimlicher Spaß“, sagte Intendant Joern Hinkel schon im Vorfeld. Für Ihre Inszenierung hat Jule Ronstedt Mara Widmann (Véronique Houillé), Michele Cuciuffo (Michel Houillé), Lucca Züchner (Annette Reille) und Thorsten Krohn (Alain Reille) gewonnen.
Ab Samstag, den 19. Juli zeigen die Bad Hersfelder Festspiele dann ein zweites Stück von Yasmina Reza im Schloss Eichhof. „Kunst“ wird von Antoine Uitdehaag auf die Bühne gebracht.
