Als Vertreter des Magistrats begrüßte Bürgermeister Dag Wehner die Menschen im Saal. Er sprach von der aktuellen politischen Lage in Deutschland, Europa und der Welt, in der eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung durch demokratiefeindliche Kräfte zu spüren sei. Gerade bei jungen Menschen sei eine sinkende Beteiligung an demokratischen Prozessen festzustellen. „Demokratie lebt vom örtlichen Mitmachen“, betonte Wehner und verwies in diesem Zusammenhang auch auf die anstehende Kommunalwahl in Hessen im März 2026. Er appellierte daran, sich mehr für die Sicherung der freiheitlichen Gesellschaft einzusetzen und diese mit Leben zu füllen.
Unter dem Titel „In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“ gab Anna-Lena Kökgiran in einem Impulsvortrag einige Ideen mit auf den Weg. „Perspektiven brauchen Vielfalt“, machte sie deutlich und freute sich daher über das große Interesse der Akteurinnen und Akteure vor Ort. Kökgiran beschrieb, dass Deutschland eine liberale Demokratie sei. Alle seien dem gleichen Recht unterworfen. Durch verschiedene Krisen komme es bei einigen Menschen aber zu dem Gefühl eines Kontrollverlusts, was schädlich für die Demokatie sein könne. Die Rednerin beschrieb im Impuls den Begriff der positiven Resignation. Dabei gehe es darum, die Herausforderungen der Realität anzunehmen und sich zu fragen: „Was kann ich trotzdem daraus machen?“ Im Anschluss hatten die Gäste viel Gelegenheit, sich über verschiedene Angebote in Fulda zu informieren und in den Austausch zu kommen.
