Die beiden Zwölfjährigen hatten sich über den Regional- und Landentscheid in Kassel und Schlitz auf Anhieb für die jüngste Altersgruppe des bundesweiten Wettbewerbs qualifiziert – und mit einer Bewertung von 22 Punkten beeindruckend abgeliefert. Sie überzeugten nicht nur mit ihrem technischen Können, sondern auch durch ihre selbstbewusste Spielfreude und Ausdrucksstärke. Elf Minuten musizierten Jakob Schmitt (Blockflöte) und Willi Schüßler (Klavier) auf der Bühne in der Hochschule für Musik und Tanz, die sie am Morgen kurz erkunden durften, um sich zu akklimatisieren. Eine Stunde hatten die beiden, um sich einzuspielen. Ihr Programm: Hans Ulrich Staeps (1909-1988) Fantasia con Echo nach einer Melodie von J. van Eyck, Cesar Bresgen (1913-1988) Sonatine und Pete Rose (1942-2018) The Kid from Venezuela.
Nach dem Auftritt und einer Pause gab es dann die Rückmeldung der hochkarätigen Jury. Auch das war eine aufregende Premiere für die beiden talentierten Musiker. Doch das professionelle Feedback war nach all der Anspannung ein Grund zum Jubeln für die beiden, die kurz vor dem Auftritt erklärten: „Wir sind ganz schön nervös. Aber wir freuen uns auf den Auftritt – und besonders auf den letzten Ton.“ Die beiden sind Quintaner, besuchen gemeinsam die Musikklasse im Domgymnasium und spielen unter Leitung von Robert Klier in der Bigband – dort allerdings Saxophon (Willi) und Trompete (Jakob). Blockflöte und Klavier lernen sie seit sechs Jahren in der Musikschule des Landkreises Fulda bei Brigitte Groß-Feldmann und Reinhold Feldmann. Beim Fuldaer Musikwettbewerb traten sie bereits mehrfach an.
In den Vorrunden zum Bundesfinale hatten sich 18.000 jugendliche Musikerinnen und Musiker aus 17 Nationen beteiligt. Dabei hatten sich 1800 für das Finale in Wuppertal qualifiziert. Die 122-köpfige Bundes-Jury vergab 430 Erste Bundespreise, 629 Zweite und 495 Dritte Bundespreise sowie weitere Prädikate.
