Kirchner spricht von einer ungebrochenen Motivation mit Blick auf sein Amt: „Ich gehe jeden morgen gerne zur Arbeit.“ Seine Entscheidung, in der Kommunalpolitik die Geschicke zu lenken, habe er nie bereut: „Es macht Spaß, die Dinge zu entwickeln. Ich habe tolle Teams hier im Rathaus.“ Natürlich gebe es immer wieder Herausforderungen zu bewältigen wie beispielsweise bürokratische Hürden. Dennoch wolle der 43-Jährige gerne den „Marathonlauf“ fortführen und brauche dafür die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ehrenberg. „Die Anspannung ist schon da“, räumt der Bürgermeister ein. Er habe in den vergangenen Wochen wieder viele Gespräche an den Haustüren in den Ortsteilen geführt, um sich persönlich ein Bild von den Wünschen und Problemen der Bevölkerung zu machen. Kirchner erzählt von einigen guten Begegnungen, aus denen er viele Informationen mitnehmen konnte. Auch einige neue Kontakte seien so entstanden: „Auch nach sechs Jahren kennt man nicht jeden Bürger.“
In seiner ersten Amtszeit habe es einige große Projekte in der Gemeinde gegeben, berichtet der Bürgermeister. Dazu zählt er beispielsweise den Um- und Anbau der Kita Spatzennest, die in der kommenden Woche eingeweiht werde: „Wir haben die Platzkapazitäten erweitert, das war enorm wichtig.“ Ab September könne der aktuelle Bedarf komplett gedeckt werden. Ein weiterer wichtiger Schritt war die verstärkte interkommunale Zusammenarbeit zwischen Ehrenberg, Hilders und Tann in verschiedenen Bereichen. Positiv hebt der 43-Jährige auch die Entwicklungen im Tourismus-Bereich und auf Social Media hervor, welche Ehrenberg als „Herz der Rhön“ präsentieren. Hinzu kommen viele weitere Aufgabenbereiche bei der Infrastruktur, Sanierungen oder der Sicherung von Fördermitteln: „Um Schritt für Schritt die Gemeinde nach vorne zu entwickeln.“
Für die kommenden sechs Jahre hat sich der amtierende Bürgermeister einiges vorgenommen. Er will unter anderem mehr Bauflächen in jedem Dorf ausweisen und bei der Vermittlung von Baulücken helfen. Gleiches gelte für die Ausweitung der digitalen Infrastruktur beim Glasfaserausbau. Das Thema nachhaltige Energieversorgung, wie beispielsweise eine Dorfheizung in Melperts, solle weiter vorangetrieben werden und auch eine Umsetzung in anderen Dörfern der Gemeinde geprüft werden. Darüber hinaus stehen bei Kirchner noch einige Projekte an, sei es beim Katastrophenschutz, der Erhaltung der Infrastruktur oder dem Ausbau von Wirtschaft und Tourismus. Ob er weiter daran arbeiten darf, entscheiden die Bürgerinnen und Bürger in Ehrenberg am Sonntag mit ihrer Stimme.
