Lokales FD 19.06.2025

Brand wird Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus

Berlin (pm/gü) – Obwohl über die Hälfte der Beauftragten abgeschafft wurden, hat die Bundesregierung wegen der Bedeutung entschieden, den Beauftragten gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma zu belassen – auch aus historischer Verantwortung. Diese Aufgabe wird künftig vom Parlamentarischen Staatssekretär Michael Brand aus Fulda übernommen.

Michael Brand. Foto: Dominik Butzmann/BMBFSFJ/photothek.de

„Ich gehe diese neue Verantwortung mit großer Sensibilität, und auch mit großer Entschiedenheit an. Das Thema der Diskriminierung von Sinti und Roma, nicht nur in Deutschland, ist mir aus meiner jahrelangen Arbeit in Menschenrechtsfragen leider schon lange gut bekannt, und ich kenne zudem eine Reihe der Akteure seit Jahren. Natürlich werden wir als Bundesregierung weiter gegen die Diskriminierung arbeiten, sowohl indem wir sie aktiv bekämpfen – aber auch, indem wir über positive Beispiele berichten“, sagt Michael Brand: „Wir haben in Deutschland noch immer eine besondere Verantwortung, nachdem 500.000 unschuldige Zivilisten von dem Naziregime ermordet worden, die Sinti und Roma waren. Und die besonderen Herausforderungen, die sich in der Arbeit vor Ort, in den Schulen und anderswo stellen, die gehen wir auch an, gemeinsam mit Vertretern von Sinti und Roma, mit Ländern und Kommunen und Zivilgesellschaft. Das alles tun wir dann mit einem Schuss Optimismus, und nicht vor allem mit erhobenem Zeigefinger. Ich glaube fest daran, dass wie immer die Mehrheitsgesellschaft mit ihren Minderheiten anständig, respektvoll und tolerant umgehen sollte, und auch kann. Eine offene Gesellschaft und eine starke Demokratie zeichnet das immer aus.“