Lokales HEF 21.06.2025

Bad Hersfelder Festspiele eröffnet – Festakt und Roter Teppich: Fotos

Bad Hersfeld (as/gü) – In Bad Hersfeld wurden am Freitagabend die 74. Bad Hersfelder Festspiele eröffnet. Zunächst gab es einen Festakt, anschließend flanierten zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik und Gesellschaft über den Roten Teppich. Schließlich folgte die Premiere des Stücks „Sommernachtsträume“. Regie führt Joern Hinkel, für den es die letzte Saison als Intendant ist und dem zuvor noch eine besondere Ehre zuteil wurde (update 22.45 Uhr).

Boris Rhein und Joern Hinkel (Mitte) mit weiteren Ehrengästen aus der Politik. Foto: Andreas Schellenberg.

20.50 Uhr: Die Gäste sind jetzt in der Stiftsruine, gleich beginnt die Premierenvorstellung, gezeigt wird eine neue Fassung von Shakespeares „Sommernachtsträume“. Zahlreiche prominente Namen gehören zum Ensemble, wie zum Beispiel Christian Nickel, Bettina Hauenschild, Erol Sander, Anouschka Renzi und Helena Charlotte Sigal. Auch das große Orchester spielt.

20.30 Uhr: Auf der Gästeliste stehen auch einige bekannte Namen aus der Politik. Neben Ministerpräsident Boris Rhein ist auch Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur vor Ort. Nicht fehlen dürfen natürlich auch Regierungspräsident Mark Weinmeister und Landrat Torsten Warnecke.

Wie in den Vorjahren ist natürlich Landrat Torsten Warnecke zur Stiftsruine gekommen. Auch Mark Weinmeister, Regierungspräsident des RP Kassel, wird sich die Aufführung nicht entgehen lassen. Gleiches gilt für zahlreiche Abgeordnete des Hessischen Landtags, darunter beispielsweise Tanja Hartdegen, Ines Claus, Marcus Bocklet, Stefanie Klee und Wiebke Knell.

20.05 Uhr: Die Bad Hersfelder Festspiele locken in jedem Jahr Stars, Sternchen und bekannte TV-Persönlichkeiten aus der ganzen Republik nach Osthessen. Als Gäste sind unter anderem Mara Bergmann (n-tv), Robert Hübner (hr), Mirko Reeh (Fernsehkoch) und Constanze Polaschek eingeladen. Aus dem Bereich Sport ist Fußball-Trainer-Legende Dragoslav Stepanovic dabei außerdem ist der ARD-Sportmoderator Andreas Käckel auf der Gästeliste zu finden. Auf dem Roten Teppich wird ebenfalls Dieter Hallervorden, Schauspieler und Intendant des Schlosspark Theaters, erwartet. Lucia Eskes, Leitung des bekannten Grimme-Preises, soll ebenfalls erscheinen. Aus dem Bereich Musik ist unter anderem Wolfgang Schwalm von den Wildecker Herzbuben vor Ort.

19.50 Uhr: Die Vorstellung beginnt um 21 Uhr, vorher geht es für die Gäste über den Roten Teppich.

19.32 Uhr: Einige der Gäste dürfen sich nun in das Goldene Buch eintragen, dann geht es nach draußen.

19.25 Uhr: Roth wollte über Kultur sprechen und lud seine Zuhörer ein, den Blick zu weiten und auf das zu richten, was in den Händen aller und nicht allein in denen von Theatermacherinnen und Theatermachern liege. „Kultur ist viel mehr als das, was man in einem Museum sieht, in einem Konzert hört oder auf der Bühne erlebt. Kultur ist viel mehr als das, was in einem Kulturministerium oder einem Rathaus administriert und finanziert wird. Kultur ist unsere Art zu leben. Kultur ist unsere Art zu denken und zu arbeiten, zu lieben und zu hassen, zu lachen und zu weinen, sich zu erinnern und zu träumen. Kultur ist unsere Art zu glauben und Zu hoffen, zu sprechen und zu schweigen“, so Roth. Und genau darüber sei ein Krieg entbrannt. „Wir stehen inmitten eines Kampfes der Kulturen“, so Roth: „Eine der wirkmächtigsten Waffen in diesem Kampf ist die Sprache.“ Sprache verändere sich über die Jahrzehnte, wie auch die kulturellen Gepflogenheiten. „Diese Veränderung spaltet unsere Gesellschaft, wie ich es nie für möglich gehalten hätte“, so Roth weiter und appellierte: „Wir sind der Freiheit, der Emanzipation und der Menschenwürde verpflichtet. Wir dürfen nicht schweigen, wenn eine neue kulturelle Bewegung der Intoleranz um Einfluss kämpft – ein Milieu, das sich der Aufklärung und der gesellschaftlichen Moderne strikt verweigert. Wir dürfen nicht wegschauen, wenn in muslimischen, arabischen reisen patriarchale Traditionen, die Unterdrückung von Frauen, die Ausgrenzung von sexuellen Minderheiten durch die Hintertür wieder eingeführt werden.“ Zum Ende kam er zum Theater zurück: „Ja, Kultur und Kunst dienen auch der Zerstreuung und der Ablenkung. Es ist etwas Wunderbares, seine Sorgen für einen Augenblick zu vergessen und herzhaft lachen zu dürfen. Und all das werden uns in den nächsten Wochen die Bad Hersfelder Festspiele ermöglichen.“

19.07 Uhr: Aktuell hält Roth seine Festrede

19.05 Uhr: Hinkel erzählte, wie sich die Lebensrealität zu Zeiten Shakespeares im Vergleich mit der digitalisierten Welt heute drastisch verändert habe. „Umso größer ist das Sehnen nach dem hier und jetzt", meinte er und hob die Bedeutung des Theaters hervor: „Es ist unwiederholbar, einzigartig." Der Intendant bedankte sich bei Boris Rhein, Michael Roth und vielen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern. Die Ehrung mit dem Hessischen Verdienstorden am Bande bewertete er als Auszeichnung für das gesamte Festspielteam: „Theater bedeutet nie ich, Theater bedeutet wir." Abschließend bedankte er sich für elf erfüllte Jahre in Bad Hersfeld und versprach, der Stadt weiterhin verbunden zu bleiben.

18.45 Uhr: Es gab langen Applaus für Hinkel und die Gäste erhoben sich von ihren Plätzen. Der Geehrte war sichtlich gerührt.

18.43 Uhr: Eine besondere Ehre wurde dem scheidenden Intendanten zuteil. Ministerpräsident Boris Rhein bedankte sich für die langjährige Arbeit: „Joern Hinkel hat die Marke Bad Hersfelder Festspiele‘ weiterentwickelt und den Bekanntheitsgrad mit einem Mix aus Tradition und Moderne gesteigert.“ Er habe mit seinem Engagement einen großen Beitrag für die Kulturvielfalt in Hessen geleistet: „Sein Wirken soll durch das Land mit dem Hessischen Verdienstorden am Bande gewürdigt werden.“

18.40 Uhr: Rhein bezeichnete die Stiftsruine als einen wahren Hotspot der deutschen Kultur und das „Salzburg des Nordens". Er lobte Hinkels Leistungen, was sich auch durch die mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher bei den Festspielen im Vorjahr zeige. „Es beginnt die Zeit des Abschieds", merkte der Ministerpräsident an und führte weiter aus: „Sie haben für die Kultur in ganz Hessen herausragendes geleistet." Die Heranführung junger Menschen an das Theater werde noch lange nachhallen.

18.27 Uhr: Als nächstes spricht Ministerpräsident Rhein

18.25 Uhr: Anke Hofmann begrüßte zahlreiche Gäste, darunter neben dem Ministerpräsidenten Rhein auch den Chef der Staatskanzlei, Benedikt Kuhn, sowie den Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Finanzen, Uwe Becker. Sie bedankte sich bei den Sponsoren und Förderern der Festspiele sowie beim Intendanten Jörn Hinkel: „Für Sie beginnt heute eine besondere Festspielsaison, auf die ich mich sehr freue. Ich danke Ihnen für viele Jahre großartiges Theater in Bad Hersfeld.“ Hofmann lobte die wunderbare Atmosphäre der Stiftsruine, welche immer wieder beeindruckend sei. „Die Festspiele beginnen für mich, wenn sich unsere Stadt mit Schauspielerinnen und Schauspielern füllt, dann fängt etwas zu vibrieren an – als ob sich die Luft auflädt. Cafés werden zu Probenräumen, die Fußgängerzone wird zum Roten Teppich und man sitzt plötzlich neben jemandem, der in ein paar Stunden Thisbe sein wird – und gerade einen Milchkaffee trinkt“, erzählte die Bürgermeisterin mit einem Lächeln auf den Lippen. Diese Vorfreude sei ansteckend, stellte sie fest und ergänzte: „Theater ist keine Fabrik, kein Supermarkt, kein Algorithmus. Theater ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um etwas zu erleben, was größer ist als sie selbst – aber gleichzeitig zutiefst menschlich.“ Das Programm in diesem Jahr biete wieder ein buntes Potpourri an Unterhaltung, meinte die Rathauschefin: „Angefangen von den Schauspielen ‚Sommernachtsträume‘ und ‚Die Räuber‘ über die Wiederaufnahmen ‚Wie im Himmel‘ und das Musical ‚A Chorus Line‘, der Komödien ‚Gott des Gemetzels‘ und ‚Kunst‘ bis zum Familienstück ‚Ronja Räubertochter‘.“ Ohne die Unterstützung von Partnern, Förderern und Unternehmen in Stadt und Region könnten die Festspiele nicht stattfinden. Hofmann bedankte sich ebenfalls beim Publikum: „Es ist schön, dass Sie immer wieder den Weg zu uns finden, denn Sie sind der Grund, warum wir das hier tun.“ Sie wünschte abschließend allen eine unvergessliche Festspielsaison 2025.

18.14 Uhr: Nun spricht die Bürgermeisterin

18.10 Uhr: Zunächst gibt es etwas Musik von der Oldtimer Bigband unter Leitung von Helgo Hahn

18 Uhr: Die Gäste sammeln sich in der Stiftsruine. Die Begrüßung der Gäste übernehmen Bad Hersfelds Bürgermeisterin Anke Hofmann sowie Intendant Joern Hinkel. Die offizielle Eröffnung übernimmt später Hessens Ministerpräsident Boris Rhein. Eine besondere Ehre wird bei den diesjährigen Festspielen Michael Roth zuteil. Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Hersfeld-Rotenburg und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses darf die Festrede halten. In den 27 Jahren als Direktkandidat hat sich Roth auf Bundesebene immer wieder für die Bad Hersfelder Festspiele eingesetzt. Nach der Festspiel-Fanfare geht es für die Gäste zunächst raus und über den Roten Teppich zur eigentlichen Premiere.