Lokales FD 29.06.2025

Amtszeit von Mario Dänner endet – Viele Erfolge als „Sanierer“

Tann (as) – Als Rathauschef war er zwölf Jahre für die Menschen in Tann verantwortlich, damit ist am Montag dann Schluss: Die Amtszeit von Mario Dänner endet in wenigen Tagen. Der 49 Jahre junge Tanner blickt positiv auf einige erfolgreiche Projekte zurück und bedankt sich für den guten Austausch. Als Familienvater freut er sich nun auf mehr Zeit für seine Frau und seine drei Kinder. Am Montag lädt er zu Bratwürstchen und persönlichen Gesprächen am Marktplatz ein.

Mario Dänner. Foto: privat

Dass das Amt eines Bürgermeisters oftmals besonderen Einsatz erfordere, war Dänner schon vor dem Amtsantritt bewusst gewesen: „Ich kenne Tann natürlich und auch die Problemlagen. Ich wusste, was auf mich zukommt.“ Umso schöner seien daher die vielen kleinen Momente gewesen, in denen er die Bürgerinnen und Bürger bei Alltagsherausforderungen unterstützen durfte: „Man merkt direkt, wo man helfen kann.“ Als besondere Projekte in seiner Amtszeit nennt der 49-Jährige die Arbeiten am Elf-Apostel-Haus, welches nun bald Eröffnung feiere, oder die Stärkung der Interkommunalen Zusammenarbeit mit Hilders und Ehrenberg: „Das ist ein Konstrukt, dass sich weiterentwickeln wird.“ Auch die Erneuerung des Museumsdorfes hebt der Rathauschef hervor.

Es habe auch viele herausfordernde Momente gegeben, erinnert sich Dänner. So musste er beispielsweise wegen der Haushaltskonsolidierung als „Sanierer“ in der Stadt vieles anpassen: „Ich musste schwerere Entscheidungen treffen.“ Der Verkauf einiger Dorfgemeinschaftshäuser etwa sei von vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht positiv aufgenommen worden. Dennoch hält der Tanner fest: „Ich bin mit mir im Reinen.“ Der 49-Jährige war in seinem Amt immer wieder um den besten Kompromiss für die Gemeinde bemüht: „Ich konnte in den zwölf Jahren mit allen gut reden und mich austauschen.“ Seine Parteilosigkeit hätte ihm dabei eher Vorteile als Nachteile gebracht, bilanziert er.

Künftig wolle Dänner im Immobilienbereich berufstechnisch aktiv sein, erklärt er und stellt fest: „Ich habe mein Leben lang nie in 40-Stunden-Wochen gearbeitet.“ Das solle sich nun etwas ändern, damit mehr Zeit für die Familie mit drei Kindern und den Freundeskreis bleibe: „Darauf freue ich mich.“ Am Montag will der Rathauschef zum Abschied noch einmal allen Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zum Austausch geben. Er lädt daher um 16 Uhr auf dem Tanner Marktplatz zu Bratwürstchen und kühlen Getränken ein: „Als ein Zeichen der Dankbarkeit.“ Was seinen Nachfolger Matthias Gelbe angeht, wendet sich der 49-Jährige an die Bürgerinnen und Bürger: „Ich rate dazu, ihm Vertrauen zu schenken, optimistisch zu sein und auch mal Fehler zu verzeihen.“ In den vergangenen Wochen habe er mit Gelbe zusammengearbeitet, damit dieser nahtlos die Arbeit im Rathaus fortführen könne. Seinem Nachfolger künftig ins Amt reinreden will der Tanner nicht, er gibt jedoch abschließend als Tipp: „Er kann die Dinge einfach auf sich zukommen lassen. Er wird es gut machen.“