Regionalbeauftragter Rainer Schmidt, gleichzeitig Kreisfußballwart in Hersfeld-Rotenburg, atmet auf: „Wir haben uns einige Male in den letzten Wochen getroffen, sowas können wir ja auch nicht sofort entscheiden, das muss beredet werden.“ Final wurde die Entscheidung nun gefällt, dass die A-Ligen von sechs auf fünf reduziert werden – und das einstimmig, wie Schmidt betont: „Wir sind gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, haben gut und lange diskutiert“.
Gerne hätte Schmidt auch die Kreisoberligen schon von drei auf zwei reduziert, doch dem Vorschlag fehlte es an „fruchtbarem Boden“, so der Regionalbeauftragte. Das Thema werde aber im Hinterkopf behalten.
Bei den A-Ligen klappte es mit der Reform – und das aus gutem Grund: Mit 81 bis 83 A-Ligisten planen die Verantwortlichen in der kommenden Saison, je nach Ausgang der Relegationsspiele. Staffeln mit zwölf oder 13 Teams seien aber unverantwortlich: „Dann hast du zwölf Heimspiele, und bei Spielgemeinschaften mit drei Vereinen hat jeder Verein nur noch vier Heimspiele pro Jahr. Das geht nicht, dadurch gehen die Vereine noch mehr kaputt“, zeigt sich Schmidt ehrlich.
Dem Kreis Lauterbach/Hünfeld – und womöglich auch einigen Vereinen von dort – hatte diese Entscheidung womöglich nicht unbedingt geschmeckt. Dennoch werde bei der Einteilung, die Mitte bis Ende Juli offiziell sein soll, nun nach der Geographie vorgegangen, und nicht mehr streng nach Kreisgrenzen. „Die Landkarte lügt nicht“, so Schmidt, der bei der Vorlage einer solcher auch Zustimmung bei seinen Kollegen aus den Kreisfußballausschüssen Dietmar Pfeiffer, Thorsten Beck und Erhard Zink erfuhr. Ein Computer-Programm soll außerdem helfen, die kürzesten Wege zu ermitteln – dann gibt es ab Sommer nur noch 16er- und 17er-A-Ligen in der Region Fulda.
In dieser Region funktioniere dieses Modell, so Schmidt, der erwartet, dass es womöglich bald auch im weiteren Verbandgebiet Einzug hält. „Dass man ab und zu mal einen erwischt, dem es weniger passt, ist normal“, hat er auch für Kritik Verständnis, betont aber für Fulda: „Aber wir können nicht sagen: Das ist mein Kreis, das sind meine Mannschaften. Es ist eine Region, da müssen wir für die Vereine verantwortlich sein und für sie da sein“. Die Name der A-Ligen werden voraussichtlich jedoch nach Kreisen benannt sein, die A1 dürfte beispielsweise wieder Hersfeld-Rotenburg heißen – auch in der kommenden Saison.
