Beide Teams vereint die personelle Situation der jeweiligen ersten Mannschaften: Sowohl Hönebach in der Gruppenliga, als auch Gudegrund in der Kreisoberliga Nord hatten während der gesamten Spielzeit mit prominenten Ausfällen zu kämpfen – was sich nicht zuletzt dann auch auf die Reserven auswirkt, wie beispielsweise der Hönebacher Trainer Moritz Kreuzberg erklärt: „Es ist immer schwierig, eine zweite Mannschaft einzuschätzen. Aber letztlich wird es beim Gegner ähnlich sein wie bei uns. Ein paar Langzeitverletzte kehren zurück, wir sind da mittlerweile gut aufgestellt.“
Lars Schmidt auf Gudegrunder Seite bekräftigt das: „Natürlich kommen da auch ein paar Spieler zum Einsatz, die aufgrund von Verletzungen in der Ersten nicht oft gespielt haben. Das ist aber bei zweiten Mannschaften ja normal.“ Welche Teams die beiden Trainer am Mittwoch und Sonntag letztendlich auf den Platz schicken, entscheidet sich also mehr oder weniger spontan. Hönebach jedenfalls will ein besonderes Auge auf Felix Wacker werfen. 33 Tore erzielte der Stürmer der Kreisoberliga-Reserve und war damit der Anführer einer ohnehin bärenstarken Offensive: 122 Mal traf die SGG in nur 26 Spielen, was einen Schnitt von fast fünf Toren pro Spiel bedeutet (4,7). „Ihn gilt es natürlich, aus dem Spiel zu nehmen“, analysiert Kreuzberg: „Aber sie sind vorne ohnehin gut aufgestellt.“ Der Trainer wird übrigens nicht selbst an der Seitenlinie stehen, sondern auf dem Platz – und hat für prominente Vertretung gesorgt: Für die beiden Relegationsspiele werden Enis Adrovic und Kai Wollenhaupt an der Seitenlinie stehen, Coach und Assistent der Gruppenligamannschaft der Eisenbahner. „Dann kann ich mich ganz auf die Spiele konzentrieren und ich bin mir sicher, es werden zwei schöne Partien. Relegation ist immer etwas Besonderes“, erklärt Kreuzberg die Vorteile.
Auf der anderen Seite geht Gudegrund II entspannt in die anstehenden Spiele: „Es ist für uns ein Bonus, wenn wir es nicht schaffen, geht die Welt auch nicht unter“, sagt Schmidt gelassen: „Ich denke, Hönebach hat mehr Druck, sie wollen unbedingt drinbleiben. Ich hätte auch nicht erwartet, dass eine Mannschaft mit der Qualität am Ende Relegation spielen muss.“ Schmidts Team selbst muss darüber hinaus noch mit einer anderen Herausforderung klarkommen, schließlich steht am Sonntag das Rückspiel in Niedergude an – zeitgleich mit der Pfingstkirmes in Obergude. „Wir wollen versuchen, das Spiel vielleicht zumindest noch etwas nach hinten zu legen“, erläutert Schmidt.
