Dr. Markus Juch, Diözesan-Caritasdirektor, begrüßte zahlreiche Gäste vor Ort, darunter Susanne Simmler, Landesdirektorin des Landeswohlfahrtsverbands Hessen, Dr. Christian Gebhardt, Präsident der IHK Fulda, Fuldas Bürgermeister Dag Wehner und Aufsichtsrat-Mitglied Christof Steinert. Caritas Vorstandsmitglied Ansgar Erb hieß zudem Stefanie Klee, Vorsitzende des Katholikenrats im Bistum Fulda, Mechthild Klee, Mitglied im Kreisausschuss, Künzells Bürgermeister Timo Zentgraf, Petersbergs Bürgermeisterin Claudia Brandes sowie Harald Merz, Erster Beigeordneter der Gemeinde Neuhof, Marie-Louise Puls und Knut Heiland, Stadtverordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Fulda.
Vor 50 Jahren habe der Bereich Caritas Wohnen mit drei Plätzen in der Neuenberger Straße Menschen erstmals ein Zuhause geboten, berichtete Juch. Seither habe die Caritas Wohnangebote für hunderte Menschen in der Region geschaffen: „Wir haben die soziale Infrastruktur mitgestaltet.“ Das Jubiläum mache daher stolz, ergänzte Erb. In der Ratgarstraße beispielsweise gebe es neben einer Tagesförderstätte auch eine Wäscherei, eine Pflegeschule und Räume für drei Wohngruppen. Er stellte weitere Projekte vor, in denen die Gemeinschaft täglich erlebt und gelebt werde. Bischof Gerber erinnerte zum Jubiläum an Ratgar, den dritten Abt des Klosters Fulda. Dieser habe im neunten Jahrhundert nach Christus in seinem Ehrgeiz zahlreiche schwächere Menschen zur Seite gedrängt. „Hier passiert genau das Gegenteil“, lobte Gerber und appellierte vor allem junge Menschen dazu, sich an dieser sozialen Vielfalt zu beteiligen.
In ihrem Grußwort sprach Landesdirektorin Simmler von einem Fest der Menschen am heutigen Tag, bei dem viele Personen eine Heimat gefunden hätten. Sie überreichte als Geschenk fünf Baumpatenschaften für die Caritas Diözese Fulda. Bürgermeister Wehner merkte an: „Heute feiern wir viele Lebensgeschichten.“ Er skizzierte, dass sich das Angebot der Caritas in den vergangenen Jahren von einer Heimbetreuung zur Integration und schließlich Inklusion der Menschen mit Behinderung entwickelt habe. Ziel sei es, „dass alle Menschen gleichberechtigt an allen Lebensbereichen teilnehmen.“ IHK-Präsident Gebhardt bezeichnete Fulda in seinem Grußwort als die „Inklusionshauptstadt Deutschlands“ und lobte die Caritas für ihr Mitwirken. Positiv hervor hob er auch die Tätigkeit als Ausbildungsbetrieb. Weitere Grußworte sprachen Sabine Petermann von der Lebenshilfe Fulda sowie Emil Herbst und Annette Bernhard vom Heimbeirat. Ein buntes Rahmenprogramm mit Musik, Aktivitäten und kulinarischen Angebote rundeten den Nachmittag ab.
