Lokales FD 26.06.2025

36 frischgebackene Maler- und Lackierer-Gesellen freigesprochen

Edelzell (fp) – Im Gasthaus „Zum weißen Hirsch“ Fulda in Edelzell wurden am Mittwochabend 24 Maler- und Lackierer- sowie zwölf Autolackierer-Gesellen von der Maler-Innung Fulda Hünfeld freigesprochen. Mit dem Erhalt ihrer Gesellenbriefe haben sie nun offiziell ihre Ausbildung abgeschlossen und dürfen ihren Beruf als vollwertige Gesellen ausüben.

Foto: Felix Pillat

Der große Saal im Gasthaus „Zum weißen Hirsch“ war gut gefüllt mit stolzen Eltern, Angehörigen, Lehrern und natürlich den frischgebackenen Gesellen. „Ihr habt die Ausbildung abgeschlossen und tretet nun in die Arbeitswelt ein“, verkündete Innungsmeister Thorsten Lins in seiner Begrüßungsrede stolz und wünschte: „Meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem großen Erfolg.“ Lins verglich die Ergreifung und das Erlernen eines handwerklichen Berufs mit der Leistung eines Sportlers. Bei beidem bräuchten die Ausführenden tägliches Training, gute Anleitung, oft ein starkes Team, eine Strategie und vor allem viel Ausdauer. „Wie ein Athlet, der täglich Bestleistungen anstrebt, seid auch ihr jeden Tag rausgegangen und habt euer Bestes gegeben“, stellte er fest.

Für einen guten Handwerker, gerade im Bereich der Maler- und Lackierer, bräuchte es aber noch mehr, fügte auch Gregor Botzet, Ausbilder an der Ferdinand-Braun-Schule in Fulda, an. „Ich habt Fähigkeiten erlernt, die euch nicht nur in eurem beruflichen, sondern auch in eurem alltäglichen Leben weiterbringen“, betonte er: „Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Disziplin und Teamgeist machen euch als gute Handwerker aus.“ Er appellierte an die Gesellen, diese Werte repräsentativ für ihre Zunft auch jeden Tag nach außen zu tragen, um den guten Ruf des Handwerks zu sichern. Weiter ging er auf die zukünftigen Herausforderungen im Handwerk als Zunft ein. Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, KI, Fachkräftemangel und steter Wandel würden die jungen Menschen vor schwierige Aufgaben stellen. „Da muss man anpassungsfähig sein, um nicht hintenanzustehen“, stellte er klar: „Wer heutzutage keine Weiter- oder Fortbildung macht, der wird schnell abgehängt.“

Silke Eiter, stellvertretende Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, zeigte sich ebenfalls stolz auf die frischgebackenen Gesellen. „Sie sind nun Fachkräfte. Eben jene Fachkräfte, die unser Land und unsere Region so dringend braucht“, sagte sie mit Blick auf den Fachkräftemangel. Sie dankte den Ausbildern, „ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre“, und appellierte abschließend an die Gesellen: „Bleiben Sie neugierig, bleiben Sie mutig und vor allem bleiben Sie dem Handwerk treu.“

Landrat Bernd Woide gratulierte den 36 Gesellen, sprach über den Fachkräftemangel und stellte klar: „Für mich ist eine Ausbildung gleichwertig mit einem Studium.“ Er sei stolz in einer Region Landrat zu sein, in der das Erlernen eines Handwerks noch etwas wert sei, lobte er weiter.

Unter den Gesellen waren zwei junge Menschen, die besondere Leistungen in der Prüfung erbracht hatten. Felix Katzmann, der als Jahrgangsbester im Bereich Fahrzeuglackierer ausgezeichnet wurde, und Max Hoßfeld, der noch einen zusätzlich beeindruckenden Erfolg feiern konnte. Hoßfeld hatte nämlich im zweiten Teil seiner Abschlussprüfung im Bereich Maler- und Lackierer eine Punktzahl von 100 erreicht. „Das ist der erste Geselle in 30 Jahren“, stellte sein Dozent Gregor Botzet klar. Beide Männer erhielten eine Sonderurkunde zu ihrem Gesellenbrief.

 

Die zwölf geehrten Gesellen im Bereich Fahrzeuglackierer waren:

Hamzah Alali Alabd Alhasan, Giuseppe De Sario, Leon Adam Gümpel Felix Katzmann, Isabel Korbach, Julian Kreß, Lilly Neumann, Adrian Rupp, Nico Weihs, Florian Wurm, Dominik Glebe und Gina-Maria Lemhöfer.

Die 24 geehrten Gesellen im Bereich Maler- und Lackierer waren:

Jonas Bolst, Elias Brinken, Sedona Butin, Maximilian Dowideit, Daniel Eckel, Shalyn Friedrich, Max Hoßfeld, Leandro Ifland, Lucien Jordan, Zoe Lauer, Lucas Mattern, Silas Mehler, Max Meister, Stanislav Palyanov, Gian-Luca Repp, Emelie Röhrig, Vanessa Schabel, Erik Schneider, Julia Schwerdtfeger, Flavius Udvardy, Alina Marie Wollburg, Simon Orf, Lea Semmler, Omar Shawakh.

Freisprechungsfeier der Maler-Innung. Fotos: Felix Pillat