Rudolf Pitsch (Jahrgang 1936) stammt aus dem Kreis Mährisch-Schönberg im Sudentenland, 1946 kam er als Heimatvertriebener mit seiner Familie nach Fulda und wuchs am Buttermarkt auf. Seit Jahrzehnten lebt er jetzt schon in Lehnerz. Schon früh begeisterte sich schon früh für die Malerei. Beeinflusst von den Malern Fritz Wolf und Hugo Pfister schuf er zunächst zahlreiche Ölgemälde. Das technische Rüstzeug erhielt er von seinem Kunsterzieher am damaligen Realgymnasium.
Auch beruflich beschäftigte er sich mit Bildern und deren Reproduktion: Nach einer Lehre zum Klischee-/Druckvorlagenhersteller arbeitete Pitsch viele Jahre bei der Fuldaer Volkszeitung und später bis zur Rente beim Verlag Parzeller. Seit 1971 widmete sich Pitsch in seiner Freizeit den Ansichten aus dem alten Fulda: Auf der Grundlage von historischen Fotografien erstellt er mit viel Liebe zum Detail realitätsgetreue Bleistiftzeichnungen von Gebäuden, die inzwischen aus dem Stadtbild verschwunden sind. So werden in der Ausstellung zum Beispiel Abbildungen vom alten Bahnhof, dem früheren Kolpinghaus oder der „Bellinger-Villa“ in der Bahnhofstraße gezeigt.
Die Ausstellung in der Galerie vor den Spiegelsälen im Stadtschloss Fulda ist noch bis zum 10. August 2025 täglich von 10 bis 17 Uhr kostenfrei zugänglich.
