Lokales FD 02.07.2025

Zeichen für Mitmenschlichkeit – Hospiz-Förderverein stellt Projekt vor

Fulda (jah) – Der Hospiz-Förderverein „Lebenswert“ Fulda hat am Dienstagmittag das neue Projekt des „friedlichen Hauses“ vorgestellt: Bei der Aktion geht es in erster Linie darum, ein Zeichen für Achtsamkeit, Mitmenschlichkeit und Frieden zu setzen – und in Form einer kleinen Plakette, die am eigenen Haus angebracht werden kann, kann jeder einzelne das sichtbar machen.

Bei einem Pressetermin stellten die Verantwortlichen das neue Projekt „friedliches Haus“ vor. Fotos: Janosch Hensel.

„Das ist ein Appell an alle und passt auch perfekt zur Hospizarbeit“, leitete Bundestagsabgeordneter Michael Brand, Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins, ein: „In hektischen Zeiten ist das ein Zeichen für Miteinander in unserer Gesellschaft. Die Herberge, das Zuhause, das Hospiz sollen und wollen Orte von Frieden und Achtsamkeit sein.“ Die Idee zu dem Projekt entstammt dem kreativen Kopf von Künstler Martin Hoogen, gleichzeitig auch Zweiter Vorsitzender des Fördervereins. Um das Vermächtnis seines verstorbenen Vaters zu ehren und fortzuführen begann Hoogen 2004 mit der Erstellung von Jahreskarten mit jährlich wechselnden Themen und Motiven, beginnend vor 21 Jahren mit den Worten „Etwas Großes schaffst du nicht alleine“ – die letzten Worte, die Hoogens verstorbener Vater an ihn richtete. Die Grafikvorlage für das Motiv des „friedlichen Hauses“ entstammt der Jahreskarte von 2024, in Kooperation mit dem Rotary-Club Fulda-Paulustor wurde Hoogens Idee dann zügig in die Tat umgesetzt. „Wir haben uns Anfang des Jahres getroffen und er hat mich gefragt, was ich von dem Projekt halten würde“, blickte der ehemalige evangelische Fuldaer Dekan und frühere Präsident des Rotary-Clubs, Bengt Seeberg, zurück: „Und ich habe direkt gesagt, dass wir das unbedingt weiterverfolgen müssen.“

Seeberg war zu diesem Zeitpunkt noch als Präsident der Rotarier im Amt und in einem gemeinsamen Treffen mit dem Förderverein wurde die Umsetzung entsprechend schnell und unkompliziert beschlossen. Der Rotary-Club selbst entschied sich im Vorstand dazu, das Projekt mit einer freiwilligen Anschubhilfe von 3500 Euro zu unterstützen – die allerdings nicht dem Projekt selbst, sondern der Arbeit des Fördervereins zugutekommen, der 100 Prozent der Summe an seine Träger weitergibt. „Natürlich wollen wir mit dem Projekt auch Spenden für unsere Hospizarbeit sammeln“, erklärte Michael Brand, „alles auf freiwilliger Basis. Jeder gibt, was er kann.“ So sei dem Rotary-Club ein Schild beispielsweise 50 Euro wert gewesen, insgesamt 70 Exemplare erhielt der Club. „Wir wollen zeigen, dass Friede bei jedem selbst anfängt. Der innere Frieden ist der Ausgang von allem“, betonte Brand abschließend: „Jeder, der sich so eine Plakette über die Haustür hängt, macht sich also vorher unweigerlich Gedanken, was der Frieden mit einem selbst zu tun hat.“

Die Plakette ist beim Hospiz-Förderverein Fulda im Hospiz-Zentrum der Malteser Fulda, An Vierzehnheiligen 9, in Fulda erhältlich. Interessierte können aber auch gerne per E-Mail Kontakt aufnehmen unter kontakt@hospiz-foerderverein-fulda.de. Die Plakette ist kostenlos. Der Hospiz-Förderverein würde sich aber über eine Spende zur Unterstützung ihrer Arbeit freuen.