Damit geht die Verbandsliga Nord einen anderen Weg als viele andere Klassen der Region: Unter anderem die Gruppenliga oder die Kreisoberligen beschlossen in den Vorwochen eine Erhöhung des Eintrittspreises. Auch die Hessenliga und die Verbandsliga Mitte hoben die Preise an. „Wir haben uns aber mehrheitlich dafür entschieden, bei den sechs Euro zu bleiben“, konnte Matthias Schmelz verkünden – bei den Vereinsvertretern herrschte allerdings Uneinigkeit, das zeigte das Resultat der entsprechenden Abstimmung: Bei einer Enthaltung stimmten sieben Funktionäre für eine Erhöhung, neun waren dagegen.
Am Rande der Verbandsliga-Sitzung wurde ebenso final die Spesenerhöhung der Schiedsrichter beschlossen, für die sich die hessischen Vereine in einer vorangegangenen Umfrage ebenfalls ausgesprochen hatten. In der Verbandsliga erhält der Schiedsrichter künftig 80 Euro, die Assistenten jeweils 45 Euro. Bisher wurden 60 respektive 35 Euro fällig, auf die Vereine kommen in der neuen Saison entsprechend 40 Euro an Mehrkosten für die Unparteiischen zu. Ebenfalls angepasst wurde der Punktabzug bei Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls: Fortan werden Vereine in diesem Fall mit einem Punkt Abzug bestraft, bisher wurde für jeden Verein einer Spielgemeinschaft ein Punkt fällig. „Das war uns im Endeffekt too much und hat einen zu großen Eingriff in den Spielbetrieb dargestellt“, erläuterte Schmelz die Entscheidung. Darüber hinaus wird es auch im Jugendbereich zukünftig keine Zeitstrafen mehr geben. Wie im Seniorenbereich wird fortan auf die Gelbe, Rote und Gelb-Rote Karte zurückgegriffen. „Eine Sperrfolge nach einer Gelb-Roten Karte gibt es im Jugendbereich aber nicht“, erklärte Schmelz. „Die Verbandsliga-Sitzung war ansonsten relativ unspektakulär, es gab kaum Rück- oder Verständnisfragen“, freute sich der Klassenleiter. Lediglich die Auswechselregelung sei noch angesprochen worden: Fünf Wechselfenster stehen den Trainern in der Saison 2025/26 zu Verfügung. Bereits ausgewechselte Spieler können wieder eingewechselt werden, dies wird aber als ein Wechselvorgang gewertet und von den fünf Tauschmöglichkeiten entsprechend abgezogen.
Ansonsten ging Schmelz mit den Vereinen den bereits vorläufig veröffentlichten Spielplan durch: Die Runde startet am Wochenende um den 2. und 3. August, den Auftakt bildet jedoch ein osthessisches Duell bereits am Freitagabend. Um 18.30 Uhr empfängt die SG Bad Soden Britannia Eichenzell zum Derby auf der Bornwiese. Eiterfeld/Leimbach startet tags darauf mit einem Heimspiel gegen den Lichtenauer FV, am Sonntag duellieren sich unter anderem Aufsteiger Johannesberg und Absteiger Steinbach (15 Uhr). Zeitgleich steht außerdem das Duell zwischen dem SV Flieden und Hofbieber an – beide Vereine treffen bereits am kommenden Mittwoch in der ersten Runde des Fuldaer Kreispokals aufeinander.
Die ersten drei Spieltage in der Übersicht:
Freitag, 1. August
18.30 Uhr
SG Bad Soden - Britannia Eichenzell
Samstag, 2. August
15 Uhr
SG Eiterfeld/Leimbach - Lichtenauer FV
SG Calden/Meimbressen - SC Willingen
Sonntag, 3. August
15 Uhr
SG Johannesberg - SV Steinbach
Barockstadt Fulda-Lehnerz II - TSV Wabern
KSV Hessen Kassel II - OSC Vellmar
SG Klei./Hun./Doh. FSV Dörnberg
Buchonia Flieden - SV Hofbieber
Samstag, 9. August
15 Uhr
Lichtenauer FV - Barockstadt Fulda-Lehnerz II
SC Willingen - SG Klei./Hun./Doh.
15.30 Uhr
OSC Vellmar - SG Eiterfeld/Leimbach
Sonntag, 10. August
15 Uhr
FSV Dörnberg - KSV Hessen Kassel II
TSV 1900 Wabern - SG Johannesberg
SV Steinbach - Buchonia Flieden
FSV Wolfhagen - SG Calden/Meimbressen
16 Uhr
SV Hofbieber - SG Bad Soden
Samstag, 16. August
15 Uhr
SG Eiterfeld/Leimbach - FSV Dörnberg
SG Klei./Hun./Doh. - FSV Wolfhagen
Sonntag, 17. August
15 Uhr
SG Bad Soden - SV Steinbach
SG Johannesberg - Lichtenauer FV
Barockstadt Fulda-Lehnerz II - OSC Vellmar
KSV Hessen Kassel II - SC Willingen
Buchonia Flieden - TSV 1900 Wabern
17.30 Uhr
FC Britannia Eichenzell - SV Hofbieber
