Lokales FD 09.07.2025

Unmut über Bauhof-Pläne: Anwohner befürchten Lärm und Verkehr

Haimbach (fp) – Gemeinsam mit Stadtbaurat Daniel Schreiner und interessierten Bürgern beging der SPD Ortsverband Fulda-West am Dienstag Bauprojekte rund um Haimbach. Besichtigt wurden unter anderem der derzeit in Planung befindliche neue Wertstoff- und Bauhof an der Landstraße nach Maberzell, nebst neuem Hauptquartier des Abwasserverbandes, sowie der neue Parkplatz am Schulzenberg.

Foto: Felix Pillat

„Warum bei uns und nicht wo anders?“, war die wohl am häufigsten gestellte Frage bei der Stadtteilbegehung. Gerade zur Errichtung des neuen Bauhofes gab es großen Unmut seitens der Anwohner, der Ausdruck in den Fragen der Teilnehmer fand. Sorgen bestehen vor allem, dass durch die Verlegung des Bauhofs und Wertstoffhofs an die Landstraße zwischen Haimbach und Maberzell, der Verkehr und die Lärmbelästigung zunehmen werden. Zudem wird eine mögliche Luftverschmutzung durch die ebenfalls geplante Bodenaufbereitungsanlage befürchtet.

„An dieser Stelle ist genau der richtige Ort für den Wertstoffhof“, versicherte hingegen Stadtbaurat Schreiner den besorgten Bürgern: „Außerdem haben wir diese Frage immer. Wenn wir es wo anders hinbauen, stellen mir dort die Anwohner dieselbe Frage.“ Neben optimalen baurechtlichen Voraussetzungen sei an diesem Ort auch eine gute Anbindung sowie eine bessere Benutzbarkeit für die Müllabladenden gegeben, erklärte er weiter: „Hier können Sie direkt hinfahren und ihre Wertstoffe direkt vom Auto aus abladen. Leitern und Treppen gibt es hier nicht mehr.“ Derzeit warte die Stadt als Bauträger auf eine sogenannte Erlaubnis nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, denn eine Herausforderung stelle die in der Nähe befindliche Abwassertrasse da. „Wir hoffen, dass wir in den kommenden drei bis fünf Monaten eine Genehmigung haben.“

Neben dem neuen Wertstoffhof soll unter anderem auch das Hauptquartier des Abwasserverbands an diesem Standort einziehen. Zudem sollen eine Bodenaufbereitungsanlage sowie eine große Photovoltaik-Anlage gegenüber des Wertstoffhofes errichtet werden. Zu Letzterer entstand wieder große Unruhe in der Menge, da Sorge um den Erhalt der landwirtschaftlichen Flächen sowie mögliche Beschädigungen der Ackerfläche bestand. Photovoltaik-Bauer Philipp Hütsch aus Maberzell gab allerdings Entwarnung: „Die Flächen bleiben in landwirtschaftlicher Nutzung und werden auch weiter so subventioniert.“ Außerdem werde bei der Errichtung der Anlage darauf geachtet, den Boden in keiner Weise zu beschädigen und so den Ertrag nicht zu schmälern. „Das große Anliegen zielt darauf ab, möglichst große Synergien zu schaffen“, bekundete er weiter und fügte mit Blick auf den Naturschutz hinzu: „Wir haben da ganze Litaneien an Maßnahmen getroffen.“

An der zweiten Station, dem Parkplatz des Naherholungsgebietes Schulzenberg, gab es auch einige Fragen. Zentrale Punkte waren die Anfahrtsmöglichkeiten zum Schulzenberg hoch, die nicht als Durchfahrtsweg genutzt werden sollten und die gewünschte Errichtung von Mülleimern und Parkbänken. Moderiert wurde die Stadtteilbegehung von Peter Makowka, Vorsitzender des SPD Ortsvereins Fulda-West.

Stadtteilbegehung des SPD Ortsvereins Fulda West. Fotos: Felix Pillat