Doch damit nicht genug: Die Teams aus Ebersburg-Ried und Hilders-Eckweisbach/Liebhards/Unterbernhards belegten in Kassel mit 98,3 von 100 punktgleich die Spitze der Tabelle. Wieder einmal entschieden nur ein paar Sekunden beim Binden der Knoten über Platz eins.
Als weitere heimische Teams folgten Eichenzell-Eichenzell I (4. Platz), Nüsttal-Gotthards (5.), Flieden-Stork (9.) und Flieden-Rückers (14.). Insgesamt nahmen 19 Feuerwehrmannschaften aus NordOstHessen am Bezirksentscheid teil.
Alle Teams mussten zunächst einen theoretischen Teil absolvieren, bevor es an die praktische Übung ging, bei der ein Unfall mit Gefahrstoffaustritt zu bewältigen war. Fazit des Übungsleiters Thomas Finis vom RP Kassel: „Die Prüfungen wurden wieder von allen Mannschaften auf gewohnt sehr hohem Niveau gemeistert, was für die gute Ausbildung und die eingeübten Prozesse der Feuerwehrangehörigen in unserer Region spricht.“
„Mein großer Dank und meine Hochachtung an alle Mannschaften: Ihr habt Kampfgeist gezeigt und vollen Einsatz gegeben. Die Wettkämpfe sollen Spaß machen, die Leistungen zeigen vor allem aber auch, dass wir überall in der Region Feuerwehrleute haben, die motiviert und mit Leidenschaft ihr Ehrenamt ausüben“, würdigte Regierungspräsident Mark Weinmeister die teilnehmenden Feuerwehren.
Mit einem Wort beschreibt Andreas Baumgarten, Wehrführer des Siegerteams Ebersburg-Ried, den Bezirksentscheid: „Sauspannend!“ Schon zum zehnten Mal seit 2012 hatte sich das Team für den Bezirksentscheid qualifiziert. „Aber die Freude über den ersten Platz ist bei uns riesengroß“, sagt er und lobt die Haltung der Kameradinnen und Kameraden: „Es ist einfach toll zu sehen, wie gut wir harmonieren, zumal wir zwei aus der Stamm-Mannschaft ersetzen mussten. Super, wie das mit den Ersatzleuten funktioniert hat.“ In diesem Zusammenhang lobt er auch Gruppenführer Sebastian Klüber, „der viel Wert darauf legt, dass wir Gelerntes in der Praxis gut und vor allem gemeinsam umsetzen können. Vielleicht ist das auch unser Erfolgsrezept: dass wir nicht so verbissen sind, sondern realistisch und dass bei uns Gemeinschaft und das Lernen für die Praxis im Vordergrund stehen“, sagt Wehrführer Baumgarten.
Überschwänglich ist die Freude beim Team Hilders-Eckweisbach/Liebhards/Unterbernhards. „Ich bin seit 15 Jahren bei den Leistungsübungen dabei, aber wir waren nur einmal, im Jahr 2017, beim Bezirksentscheid dabei. Dort war dann aber für uns Schluss“, sagt Wehrführer Maximilian Wagner. Umso schöner nun der Lohn für eine gute Vorbereitung: Das Team war bereits beim Kreisentscheid in Fulda punktgleich mit dem Siegerteam Nüsttal-Gotthards – und damals ebenfalls nur bei den Knoten einige Sekunden zu langsam. „Jetzt geben wir alles und üben für den Landesentscheid. Dort wird die Theorie nochmal anspruchsvoller. Aber wir sind eine gute Truppe mit alten Hasen und jungen Kameradinnen und Kameraden. Wir freuen uns drauf“, sagt Maximilian Wagner zuversichtlich.
Die sechs Teams aus dem Landkreis Fulda hatten sich im Mai bei der Hessischen Feuerwehrleistungsübung auf Kreisebene qualifiziert. Dabei traten mehr als 400 Feuerkameradinnen und -kameraden in 51 Mannschaften an. Den ersten Platz sicherte sich die Mannschaft aus Nüsttal-Gotthards. Schon beim Kreisentscheid hatte Landrat Bernd Woide anerkennend festgestellt: „Wir sehen heute wieder, warum wir im Landkreis Fulda so gut aufgestellte Wehren haben. Wer in der Breite solche Wettbewerbsergebnisse erzielt, verfügt über einen hohen Ausbildungsstand. Darauf können Sie, könnt ihr alle sehr stolz sein. Ich bin es in jedem Fall. Und ich danke stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger dafür, dass ihr in eurer Freizeit für die Sicherheit der Menschen in unserer Region sorgt.“
Das Siegerteam Ebersburg-Ried erhielt zudem den Dr.-Walter-Lübcke-Wanderpokal. Darüber freute sich das Team besonders, da der frühere Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke, der 2019 ermordet wurde, eine freundschaftliche Beziehung nach Ried beziehungsweise Ebersburg hatte.
