Lokales FD 13.07.2025

Ticker zum CSD in Fulda: Tausende Menschen demonstrieren – Fotos

Fulda (fp) – Der Christopher-Street-Day (CSD) startete am Samstag mit rund 2000 Menschen, die sich für Vielfalt, Toleranz und Gleichberechtigung von Menschen der LGBTQIA+-Community einsetzen. Los ging es am Uniplatz, wo eine große Kundgebung stattfand. Die rechte Gruppe „Junge Nationalisten“ hatte eine Gegendemonstration angekündigt, die allerdings stationär blieb. Wir berichten über den CSD in Fulda mit aktuellen Updates im Ticker. (update)

Die Demonstrierenden zogen am Buttermarkt vorbei. Foto: Christine Görlich

Foto: Christine Görlich

Der Demonstrationszug läuft durch die Fuldaer Innenstadt. Foto: Andreas Schellenberg

Am Heinrich-Von-Bibra-Platz fand eine Gegendemonstration statt. Foto: Justin Klenner

16.50 Uhr: Wie die Polizei mittlerweile bekanntgab wurde bei einer Rangelei am Heinrich-Von-Bibra-Platz während des Demonstrationszuges ein Beamter durch eine einzelne Demonstrantin mit einer Eisenstange verletzt. Der Polizist konnte daraufhin seinen Dienst nicht mehr fortsetzen. Die Versammlungsteilnehmerin wurde umgehend festgenommen und zu weiteren polizeilichen Maßnahmen auf eine Dienststelle gebracht. Der Vorfall wurde durch die Beamten dokumentiert und werde im Nachgang ausgewertet. Die Ursache des Vorfalls ist bisher ungeklärt und Gegenstand der Ermittlungen. Sonst sei der CSD aber vollständig friedlich und ruhig verlaufen, betonte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen.

 

14.50 Uhr: Laut Ordnungsamt der Stadt Fulda sind es sogar rund 2000 Teilnehmer, womöglich mehr.

 

14.23 Uhr: Der Demonstrationszug ist wieder auf dem Uniplatz angekommen. Dort werden nun auf der Bühne weitere Redebeiträge gegeben. An den zahlreichen Infoständen und auf dem Platz wird weiter gefeiert. Zu Gast ist unter anderem auch die Drag Queen Leona London aus der „Olivia Jones Family“. Um 19.30 Uhr ist eine Aftershow-Party im Museumskeller angesetzt.

 

13.50 Uhr: Die Demonstrierenden ziehen nun durch die Löherstraße. Bisher bleibt die Demonstration sehr friedlich. Die Polizei begleitet den Zug und sorgt für Sicherheit. Weiter geht es über den Buttermarkt vorbei am Peterstor zurück zum Universitätsplatz, wo weitere Kundgebungen geplant sind.

 

13.07 Uhr: Der Demonstrationszug bleibt vor der rechten Demo stehen. Es kam zu kleineren Auseinandersetzungen zwischen den beiden Lagern, die Polizei hat die Situation aber unter Kontrolle und bringt die Demo weiter zum Laufen. Weiter geht es über die Friedrichstraße, in Richtung Königsstraße zum Rosengarten.

 

13 Uhr: Der Demonstrationszug setzt sich langsam in Bewegung. Mit schwenkenden Fahnen, lauter Musik, Trillerpfeifen und Schildern ziehen die Teilnehmenden durch die Fuldaer Innenstadt. Um einen Konflikt zwischen den beiden Demonstrationsgruppen zu vermeiden hat die Polizei Absperrungen errichtet und begleitet das Geschehen engmaschig. Auf der Kurznachrichtenplattform X werden Autofahrer darum gebeten das Gebiet großräumig zu umfahren.

 

12.35 Uhr: Jutta Sporer spricht in Vertretung für Bürgermeister Dag Wehner. „Liebe ‚foll bunte‘ Community und liebe UnterstützerInnen des Christopher-Street-Days“, beginnt sie ihre Rede: „Zunächst möchte ich mich bei allen bedanken, die so rege an diesem Fest hier teilnehmen. Man sieht es ja an den Ständen, wie engagiert die jungen Menschen hier rundum sind an den verschiedenen Organisationen.“ Sie dankte der „Aids-Hilfe“ Fulda, der „Queeren Vielfalt“, dem Verein „Welcome In“, Pro Familia, dem Kreuz und vielen anderen für ihre Unterstützung. „Fulda ist eine traditionsreiche Stadt und wurde über die Jahre immer mehr für Vielfalt und Toleranz geöffnet“, stellte sie fest, betonte aber: „Aber es darf kein Stillstand sein. Gerade in Zeiten, wo rechte Gruppierungen immer stärker werden und die auch heute versuchen dieses Fest zu stören.“

 

12.30 Uhr: Emily Rödel, Mitorganisatorin des CSD, tritt auf die Bühne und bittet alle Teilnehmende friedlich zu demonstrieren. „Natürlich werden wir unsere Meinung kundtun und zeigen, dass in dieser Stadt kein Platz für Rechtsextremismus ist und auch in ganz Fulda nicht.“ Als nächstes tritt Susanne Maul, Geschäftsführerin der Aids-Hilfe-Fulda auf die Bühne. „Wir stehen heute hier für ein Leben mit Sichtbarkeit, Würde und Akzeptanz zu demonstrieren.“ Sie berichtet über die organisatorischen Herausforderungen in den vergangenen Monaten und dankte allen Unterstützern, die den CSD möglich gemacht haben. Abschließend verkündet sie: „Lasst euch nicht provozieren. Wir sind mehr, wir sind bunter und wir sind auch toleranter.“

 

12 Uhr: Die ersten Menschen kommen auf den Uniplatz. Mit bunten Regenbogenfahnen und Plakaten setzen sich die Demonstranten für Liebe, Freiheit und Gleichberechtigung ein. Auf der großen Bühne wird gesungen. Einige Leute schunkeln mit. Gleichzeitig versammelt sich die rechte Gegendemonstration am Heinrich-Von-Bibra-Platz.