„Ein super Test für uns“, freut sich Steinbachs Trainer Petr Paliatka auf das Prestigeduell mit dem Hünfelder SV: Nicht nur kehrt Trainersohn Petr Paliatka jr. an seine alte Wirkungsstätte zurück, darüber hinaus hat der SVS die ersten zwei kräftezehrenden Vorbereitungswochen hinter sich gelassen. „Ich bin froh, dass wir diese anstrengende Phase ohne gravierende Verletzungen überstanden haben. Die Jungs haben auch super mitgezogen“, lobte der Coach sein Team. Lediglich auf Akif Kovac wird Paliatka verzichten müssen, der im Hessenpokalspiel in Niederaula verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Am Mittwoch hatte der 30-Jährige einen MRT-Termin, der jedoch nicht wirklich aufschlussreich war. „Man erkennt scheinbar etwas, es lässt sich aber nicht genau sagen, was es ist“, schildert Paliatka: „Das Knie ist nicht geschwollen, in zwei Wochen wird er nochmal untersucht. So lange darf er leicht trainieren, wir hoffen einfach, dass es nichts Schlimmes ist.“ Generell hoffe der Übungsleiter auf etwas mehr Glück als in den Vorjahren, was das Verletzungspech angeht. Besonders am Ende der vergangenen Abstiegssaison konnte Paliatka meist nur noch eine Rumpftruppe auf den Platz schicken, musste unter anderem auch selbst nochmal die Fußballschuhe schnüren – für die erste Mannschaft übrigens letztmals beim Kreispokalfinale gegen den HSV, was der SVS Mitte Mai mit 4:1 gewann. Die Vorzeichen sind nun jedoch andere, „auch wenn die Spiele gegen Hünfeld schon irgendwie Pflichtspielcharakter haben“, erklärte Paliatka: „Die Jungs kennen sich untereinander bestens. Trotzdem hat oberste Priorität, dass beide Teams ohne Verletzungen aus dem Spiel gehen.“
Vor einer ähnlich spannenden Aufgabe steht die SG Bad Soden am Samstagnachmittag: Die Sprudelkicker um Trainer Lars Schmidt reisen zum Hessenligadritten des Vorjahres Türk Gücü Friedberg. Die ambitionierten Wetterauer um Coach Enis Dzihic waren in der abgelaufenen Saison erst dramatisch in den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest gescheitert, haben in der laufenden Vorbereitung aber noch kein Spiel verloren – Schmidts Team allerdings auch nicht. „Es wird vor allem auf die Widerstandsfähigkeit und die Arbeit gegen den Ball ankommen“, erklärt der Trainer, dass die Friedberger voraussichtlich etwas mehr Ballbesitz haben werden: „Trotzdem wollen wir dagegenhalten und ein positives Ergebnis erzielen.“ Personell gebe es noch einige Fragezeichen, unter anderem ist Marcel Mosch nach wie vor angeschlagen. „Bei ihm müssen wir abwarten, ob es für ein paar Minuten reicht“, sagt Schmidt, der darüber hinaus auf Edim Saracevic und Sparse Arsov verzichten muss. Beide Neuzugänge befinden sich aktuell im Urlaub. Anto Vinojcic hingegen kehrt am Freitag aus dem Urlaub zurück, ob der ehemalige Barockstädter gegen Friedberg jedoch zum Einsatz kommt, lässt Schmidt offen. Darüber hinaus hätte Bad Soden eigentlich am vergangenen Mittwoch in der zweiten Runde des Kreispokals beim SV Niederzell antreten sollen, die Sprudelkicker zogen jedoch kampflos ins Viertelfinale ein und treffen dort auf die SG Sterbfritz/Sannerz – ein Umstand, der Lars Schmidt zumindest nicht sauer aufstieß: „Das ist grundsätzlich schon in Ordnung für uns. Unser Kader ist in der Breite einfach noch zu dünn aufgestellt. Die Zweite absolviert parallel ihre eigene Vorbereitung, sodass wir auch nicht einfach Spieler hochziehen können. Und dauerhaft mit nur 13 oder 14 Spielern anzutreten, ist auch schwierig.“ Daher seien die Personalplanungen an der Bornwiese auch noch nicht abgeschlossen.
Freitag
19 Uhr
Steinbach – Hünfeld
Hofbieber – Borsch
Samstag
14 Uhr
TG Friedberg – Bad Soden
14.30 Uhr
Eichenzell – Sickels
15 Uhr
Niederaula/Kerspenhausen – Eiterfeld/Leimbach (in Niederaula)
