Los ging es am frühen Samstagmittag mit dem Hürdenlauf von Lea-Sophie Schulz. Nach dem Vorlauf war auch schon Schluss, doch Erfahrungen sammeln war hier das definierte Ziel. Nach dem Hürdenlauf dann der Diskuswurf. Edda Bischof war für den Hünfelder SV am Start. Der erste Wurf war ungültig, Bischof war nervös. Der zweite Wurf zwar gültig, aber knapp unter 30 Meter. Dann der dritte Wurf, der mit 33,37 Metern einen Hauch von dem zeigte, was sie regelmäßig im Training wirft. 33,37 Meter sind genau acht Zentimeter zu wenig für den Einzug ins Finale der besten Acht waren es letztlich und damit Platz neun.
Als nächstes stand der Sprint über 100 Meter an. Emma Röhrdanz, von der W15 zur WJU18 hochgestartet, musste als erste ran und qualifizierte sich für den Zwischenlauf. Danach gingen Hanna Knieper und Lotte Schwarz an den Start. Knieper erzielte eine neue Saisonbestleistung mit 12,89 Sekunden. Für beide reichte es nicht für den Zwischenlauf. Bei Anna Volmer von der LG Fulda das gleiche Bild, auch bei ihr reicht es nicht für. Für Röhrdanz war dagegen nach dem Zwischenlauf erwartungsgemäß ebenfalls Schluss.
Die beim Hochsprung hochgestartete Amelie Witzel ist immer für eine Überraschung gut: Vergangene Woche hatte sie in ihrer Altersklasse W15 mit übersprungenen 1,64 Meter die Bronze-Medaille geholt. Zur Norm für die Deutschen Meisterschaften hat ein Zentimeter gefehlt. Unter der Woche hatte sie beim Landesentscheid für „Jugend trainiert für Olympia“ die 1,65 Meter übersprungen.
Diesmal ging es problemlos mit 1,50 Meter los bis hin zu 1,65 Meter, die im dritten Versuch überwunden werden. Dann war Schluss: für 1,68 Meter fehlte noch die Kraft, doch der fünfte Platz war absolut zufriedenstellend.
Greta Ritz als Mitfavoritin
Die Rolle schmeckte Greta Ritz über 400 Meter Hürden gar nicht. Sie war mit der schnellsten Meldezeit gemeldet. Alle Augen waren auf sie Greta gerichtet. Das Rennen lief dann bis zur achten Hürde wie geplant, sie lag in Führung. Bei der neunten Hürde waren sie und ihre ärgste Konkurrentin gleichauf. Bei der zehnten lag die Hünfelderin dann minimal zurück, der energische und bekannte Schlusssprint kam nicht mehr, doch die Süddeutsche Vize-Meisterschaft konnte ihr niemand mehr nehmen.
Zum Abschluss des Tages kamen die 4x100 Meter-Staffeln dran. In der Woche zuvor hatten die U16-Mädels hier Gold geholt. Gestartet wurde unter der Startgemeinschaft Hünfeld-Fulda. In den Staffeln waren aber nur Mädels vom Hünfelder SV gelaufen, die Fuldaer Mädels durften leider nicht. Die erste Staffel in der Besetzung Nika Marie Henkel, Lotte Schwarz, Hanna Knieper und Emma Röhrdanz, die zweite Staffel in der Besetzung Lilli Roth, Edda Bischof, Svea Witzel, Lea-Sophie Schulz. Die Staffel I lief in 49,27 Sekunden auf Platz acht, das Team II in 51,01 Sekunden auf Platz 18.
Der Sonntag begann dann mit dem Weitsprung. Lea-Sophie Schulz war am Start. Ihr Anlauf passte nicht wirklich, nach dem Vorkampf war Schluss. Greta Lucia Ritz ging nochmal über die 400 Meter ins Rennen und holte in 58,46 Sekunden den siebten Platz.
Emma Röhrdanz setzt das Highlight
Emma Röhrdanz, die von W15 nach WJU18 hochgestartet war, lieferte dazu über die 200 Meter noch ein blitzsauberes Rennen ab. Die Zeit von 25,62 Sekunden war spitze und bedeutete den 14. Platz. In ganz Deutschland ist nur ein Mädel ihres Alters minimal schneller über die 200 Meter unterwegs. 25,62 Sekunden bedeuten auch, dass sie die Norm für die Deutschen Meisterschaften der U18 von 25,70 Sekunden unterboten hatte. Starten darf sie bei den Deutschen U18 im Sprint allerdings aufgrund des Alters nicht. Am Start über die 200 Meter war auch die ein Jahr ältere Anna Volmer von der LG Fulda. Für sie wurde es der 17. Platz in 25,90 Sekunden.
