Symbolisch wurde am neuen Kreisverkehr in Körnbach das Band durchgeschnitten, mit dem die Straßen nun auch offiziell freigegeben sind. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, berichtete Markus Wagner, Fachdezernent Bau der Region Osthessen bei Hessen Mobil. Im September 2023 hatten die Bauarbeiten begonnen, die Anwohner mussten mit einigen Sperrungen und Umleitungen leben. Dafür dankte Wagner in erster Linie, hob aber auch die tolle Zusammenarbeit mit den Firmen und der Marktgemeinde Eiterfeld hervor. „Die Maßnahme hat das Ortsbild wesentlich verändert und aufgewertet“.
Richtung Dittlofrod wurden 1,45 Kilometer Strecke saniert, die Unterführung des Schlierbachs sehe zwar unscheinbar aus, sei aber in sich ein eigenes großes Bauwerk, und der Kreisverkehr in Körnbach war sogar für Hessen Mobil eine Premiere: Erstmals wurden Beton-Fertigteile verbaut – der Kreisel ist flach, sodass größere Fahrzeuge darüber fahren können, weil für sie die Kurve zu eng ist. „Und es funktioniert“, war auch Wagner zufrieden.
15 Monate wurde insgesamt gebaut (im Winter wurde pausiert). 14.000 Kubikmeter Boden sind bewegt worden, 2700 Kubikmeter Frostschutzschicht und 9000 Quadratmeter Asphalt verbaut. 250 Meter Wasserleitungen und über 800 Meter Rohre beziehungsweise Kabel sind verlegt worden. 2026 sollen entlang der Landstraße noch Bäume gepflanzt werden. Das Land Hessen hatte 2,4 Millionen Euro zum gesamten Projekt beigesteuert, die Gemeinde stolze 700.000 Euro.
Auch Dana Hauke, Bürgermeisterin der Marktgemeinde Eiterfeld, zeigte sich dankbar für die gute Zusammenarbeit und die Mittel, die zur Verfügung gestellt wurden: „Es geht nur mit einem guten Miteinander“, sagte Hauke, die sich regelmäßig vor Ort den Stand der Arbeiten anschaute. Für die Baufirma Giebel war das Projekt ein „Heimspiel“, auch das Ingenieurbüro Falkenahn und OsthessenNetz hatten mitgewirkt. Dazu dankte Hauke dem Ortsbeirat Körnbach sowie der Gemeindevertretung und ihren Mitarbeitern: „Ich bin wirklich stolz“. Im Zuge des Projektes wurden auch Teile der Sandbergstraße und der Straße „Im Leimbacher Feld“ saniert, bald soll auch die Fuldaer Straße dran sein, um das Gesamtbild zu vollenden, hoffte die Bürgermeisterin. Ortsvorsteher Thorsten Göbel bedankte sich ebenfalls und blickte zurück auf die Planungen, angefangen beim ersten Telefonat mit dem ehemaligen Bürgermeister Scheich: Es sei ein langer Weg gewesen, der durch Kompromisse und Einsichten gut beschritten werden konnte.
Hessen Mobil hatte während der Maßnahmen die verschiedenen Bauphasen in einem Video dargestellt.
