Wehner blickte in seiner Rede auf das abwechslungsreiche Programm, das in den nächsten Wochen auf die Studierenden zukomme - eine Woche hatten sie sogar erstmals online absolviert, drei Wochen folgen nun vor Ort. Neben diversen Tanzveranstaltungen und einer Kanufahrt stehen für die Besucher einige Städtetouren, beispielsweise nach Berlin, Frankfurt oder Weimar an. Auch ein Besuch bei Point Alpha sei geplant. Beim Aufenthalt in der Barockstadt lernen die Teilnehmer der ISU die Historie der Stadt kennen. Besonders die Verbundenheit mit Bonifatius, der Sturmius die Gründung des Benediktinerklosters Fulda im Jahre 744 auftrug, sei ein wichtiges Thema während ihres Aufenthalts. „Aus heutiger Perspektive war Bonifatius der erste Europäer in Fulda“, sagte Wehner.
An einigen Stellen können die Studierenden noch die Zeugnisse aus der Barock-Epoche erkennen, unter anderem der Fuldaer Dom und die Orangerie. „Das macht die Stadt national aber auch international sehr interessant“, so der Bürgermeister. Im weiteren Verlauf sprach Wehner über die sehr geringe Arbeitslosenrate der Stadt und hob die Wichtigkeit der Hochschule Fulda hervor. Etwa 9500 Studierende streben in Fulda ihren Uni-Abschluss an, knapp 1000 davon seien aus dem Ausland. „Das kommt unserer Stadt zugute“, betonte Wehner, der sich sehr über die „neue“ Kooperation mit der Philipps-Universität in Marburg freute. „Damit locken wir einige Medizinstudenten nach Fulda“, so der Bürgermeister weiter. Um das Portfolio noch attraktiver zu gestalten, sei derzeit eine private Universität für Zahnmedizin in Planung. Abschließend wünschte Wehner den 43 Besuchern eine schöne Zeit in der Barockstadt.
Vom 7. Juli bis 2 August 2025 findet zum 22. Mal die Hessische Internationale Sommeruniversität (ISU) an der Hochschule Fulda statt. Die ISU ist ein Gemeinschaftsprojekt der hessischen Hochschulen und wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur gefördert. Sie richtet sich an Studierende, die Interesse an globalen Gesundheits-, Gesellschafts- und Wirtschaftsfragen haben und die deutsche Sprache erlernen oder ihre Deutschkenntnisse durch Intensivsprachkurse verbessern möchten. In diesem Jahr sind 43 Studentinnen und Studenten aus 15 verschiedenen Nationen in Fulda zu Gast, unter anderem aus den Fuldaer Partnerstädten Leitmeritz, Wilmington, Como und Dokkum. Insgesamt sind bei der ISU folgende Länder vertreten: USA, Ukraine, Israel, Südafrika, Portugal, Spanien, Kenia, Niederlande, Tschechien, Georgien, Ungarn, Rumänien, Italien, Kanada und Kolumbien.
