Für den langfristigen Erfolg stütze sich Zufall auf einen Dreiklang, erläuterte Michael Hamperl, Niederlassungsleiter in Fulda: „People, Planet, Profit. Das muss im Einklang laufen.“ Er hob zunächst die zahlreichen sozialen und gesellschaftlichen Engagements hervor, etwa ein Stipendium für die Hochschule Fulda, die regelmäßige Teilnahme am Challengelauf oder die Aktivitäten im antonius-Projekt „Perspektiva“, welches von Zufall mitgegründet worden sei: „Wir wollen aktiv mitwirken, damit wir die Leute in die Arbeit bringen.“ Das Unternehmen übernehme ebenfalls alle Transportleistungen für den Musical-Sommer in Fulda auf und werde sich ebenfalls beim Hessentag in 2026 einbringen. Michael Hamperl fasste zusammen: „Wir leben Fulda. Wir halten die regionalen Flaggen hoch.“
Für die langfristige Gesundheit der Mitarbeitenden werde ebenfalls viel getan, erläuterte Johanna Broese, seit Oktober vergangenen Jahres Niederlassungsleiterin in Fulda: Sie berichtete von der Zusammenarbeit mit Predimo, bei der die körperliche Belastung bei Fahrerinnen und Fahrern im Betrieb gemessen wurde. Als Maßnahmen nannte sie die Anschaffung von gedämpften Sicherheitsschuhen, um beispielsweise die Belastung der Gelenke zu senken, oder der E-Hubwagen zur Entlastung beim Be- und Entladen. Weiterhin seien Ergonomische Sitze angeschafft worden. Künftig solle das Projekt auf die Mitarbeitenden im Lager ausgeweitet werden, gab Broese an.
Mit Blick auf die Nachhaltigkeit habe Zufall weitreichende Investitionen in die Ladeinfrastruktur von E-Lkw geleistet, erzählte Michael Hamperl. Mit der Leistung von 2500 Kilovoltampere sei die Versorgung von bis zu 40 Lkw möglich, davon zehn Fahrzeuge gleichzeitig. Die Leistung lasse sich künftig verdoppeln: „Wir sind auf die nächsten Jahre gut aufgestellt.“ Der Strom für die Ladung komme entweder aus der installierten Photovoltaik-Anlage oder über den eingekauften Ökostrom, wodurch die Logistik CO2-frei laufe. Holger Hamperl, Bereichsleiter Kundenbetreuung in Fulda, stellte die klimafreundlichen Transporte mit Premium-e vor. Im Nahverkehr in der Zufall-Region zwischen Fulda, Erfurt und Göttingen arbeite die Flotte dabei mit eigenen Elektro-Lkws, ohne Ausgleichszahlungen sowie Kompensationsmodelle.
Zu den Erwartungen für die kommenden Jahre zeigte sich Michael Hamperl optimistisch, machte aber gleichzeitig klar: „Wir müssen mehr strampeln und überregional schauen.“ Durch die gute Zusammenarbeit mit vielen europäischen Partnern habe sich das Geschäft trotz einiger Krisen positiv entwickelt, teilte Broese mit. Im Jahr 2024 konnte Zufall insgesamt 453,8 Millionen Euro an Umsatz machen, davon allein 168,1 Millionen Euro in der Region Fulda. Beide Zahlen sind im Vergleich zum Vorjahr 2023 leicht gewachsen. Das Unternehmen beschäftige rund 1000 Mitarbeitende in der Region, ergänzte Michael Hamperl.
Beim Thema Digitalisierung hatte Zufall im vergangenen Jahr einige Investitionen vorgestellt. Hierzu berichtete Broese, dass in der Halle ein „digitaler Zwilling“ gelauncht worden sei: „Alles, was physisch in der Halle ist, wird digital abgebildet.“ Dadurch wäre es für die Mitarbeitenden einfacher, schnell die entsprechende Ladung zu finden oder zu verfolgen. Die Eigenentwicklung werde mittlerweile als eigenes Produkt für andere Speditionen vermarktet. Holger Hamperl erzählte zudem von „Zufall connect“, was eine bessere Abfertigung zwischen Kunden und Unternehmen ermögliche: „Wir rollen das gerade aus.“
