„Das ist auf jeden Fall eine absolute Hausnummer, wir stehen vor einer sehr großen Aufgabe“, brachte es Frank Schreiner auf den Punkt: „Die Sentinels waren neben Marburg Titelfavorit und haben die Mercenaries zwei Mal geschlagen. Das sagt eigentlich alles, Bad Homburg ist der klare Favorit auf die Championship.“ Dennoch sieht Schreiner sein Team alles andere als chancenlos – auch wenn für einen Auswärtssieg viel stimmen muss, wie Schreiner betonte: „Wenn wir alles so umsetzen können, wie wir es uns vorgenommen haben, dann wüsste ich nicht, warum der Sieger nach Spielende nicht Fulda Saints heißen sollte.“ Nach dem lang ersehnten spielfreien Wochenende, dem ersten seit einem Monat, bereiten sich die Fuldaer mittlerweile intensiv auf das Spitzenspiel vor. „Unser Offensive Coordinator Jonas Heck arbeitet seit Tagen eingehend am Gameplan und unser Import Dawson Elliott hat sich mit dem Scouting beschäftigt. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, kündigt Schreiner an.
Die Sentinels marschierten bislang durch die Liga – jedenfalls bis zum vergangenen Wochenende, als sich der Primus völlig überraschend bei den Kassel Titans geschlagen geben musste. Ein Gegner, den die Saints zwei Mal nach Belieben dominierten. „Als ich das Ergebnis mitbekommen habe, dachte ich kurz, ich wäre zu lange in der Sonne gewesen“, war auch Schreiner verblüfft von dem Upset, hatte jedoch eine mögliche Erklärung parat: „Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Bad Homburg gewisse Gegner rausgesucht hat, die sie als Pflichtsiege ansehen und diese Partien um jeden Preis gewinnen wollen. Kassel hat da vielleicht nicht dazugehört, sodass sie möglicherweise ordentlich rotiert haben.“ Immerhin mussten auch die Sentinels, ähnlich wie Fulda, im vergangenen Monat jedes Wochenende ran. „Das geht auch bei denen an die Substanz“, weiß Schreiner – und sieht unter anderem darin einen Vorteil für sein Team: „Dazu kommt, das Bad Homburg am Wochenende zehnjähriges Jubiläum feiert. Natürlich gibt das nochmal extra Motivation, vielleicht ist dadurch aber auch die Konzentration auf das Spiel nicht ganz so da.“
