Lokales FD 09.07.2025

Poppenhausener Bildhauer-Tage laufen – Präsentation am Freitag

Poppenhausen (pm/gü) – In Poppenhausen wird in dieser Woche wieder mit Motorsäge und anderem Werkzeug gearbeitet, um Baumstämme in Kunstwerke zu verwandeln. Die entstehenden Skuplturen der an den Bildhauer-Tagen teilnehmenden Künstler werden am Freitag um 17 Uhr auf der „Terrasse der Kunst und Kultur“ am Rand des Ortskerns präsentiert.

Archivfoto: Gemeinde Poppenhausen

Im Jahr 2004 wurde im Poppenhausener Ortsteil Steinwand auf dem Verbindungsweg zwischen der Maulkuppe und dem Grabenhöfchen die „Poppenhausener Kunstmeile“ eröffnet. Bis dahin waren seit 2001 in drei Workshops von renommierten Bildhauern Holzskulpturen gefertigt und auf mit Fußgängern dem stark frequentierten Verbindungsweg aufgestellt worden. Die Initiative ergriffen damals die Gemeinde Poppenhausen, das Forstamt Hofbieber mit dem Poppenhausener Revierförster Joachim Schleicher und der Bildhauer Dr. Ulrich Barnickel.

Während die heimischen Bildhauer Dr. Uli Barnickel und Elmar Baumgarten bisher alle Bildhauer-Tage begleiteten, kamen die weiteren Teilnehmer aus der Ferne, beispielsweise aus Berlin, aus den ostdeutschen Bundesländern und aus der Schweiz und aus Österreich. Die Bildhauer hatten während des jeweils viertägigen Workshops ihre Gedanken zum Thema mit der Herstellung einer Holzskulptur zum Ausdruck zu bringen.

Die Themen der seitherigen Poppenhausener Bildhauer-Tage lauteten:

2001 – Baumgrenzen-Ulmen in der Rhön

2002 – einsam und gemeinsam

2003 – Zwischen Himmel und Erde

2005 – Tür und Tor

2008 – Nebelwelten

2009 – Aufwind

2011 – Ignoranz

2013 – Demut

2015 – Überflieger

2017 – Integration

2019 – Alles für Dich

2021 – Wandern

2023 – Mit Liebe u. Glauben Halt und Orientierung finden…

2025 - „Und tschüss…!“

Die Skulpturen werden jeweils anlässlich ihrer Vorstellung übergangsweise auf der „Terrasse der Kunst und Kultur“ im Ortskern von Poppenhausen aufgestellt. Bei dem kleinen Festakt der Präsentation formulieren die Künstler ihre Gedanken zu ihrem Werk und stellen es so dem interessierten Publikum vor. Im Frühsommer des Folgejahres finden die Skulpturen dann ihren festen Platz am Wegesrand des Themenweges. Durch die regelmäßige Wiederholung der Bildhauer-Tage wurde die Poppenhausener Kunstmeile erkennbar „verdichtet“, denn inzwischen zählt man dort über 40 Skulpturen zu den verschiedenen Themen. Edelstahltafeln nennen das Thema, den Bildhauer und die Sponsoren, die eine Patenschaft für das jeweilige Kunstwerk übernommen hatten.

Bürgermeister Manfred Helfrich, der für die Ausrichtung der Bildhauer-Tage zuständig ist, meint: „Kunst kann entscheidendes für die Region tun – aber die Region muss auch bereit sein, etwas für die Kunst zu tun. Kunst muss und will man nicht immer verstehen. Kunst soll auch den Betrachter provozieren und ihn dazu auffordern, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wenn die Skulpturen fernab von Galerien und Museen auf dem Verbindungsweg zwischen Grabenhöfchen und Maulkuppe, also in weiter Flur aufgestellt werden, so verbinden wir damit den Wunsch und das Ziel, Kunst in der reizvollen heimischen Landschaft jederzeit jedermann frei zugänglich und erlebbar zu machen. Der Veranstalter, die Sponsoren und die Bildhauer sind davon überzeugt, dass auch in den kommenden Jahren passende interessante Themen gefunden werden, um die ‚Poppenhausener Kunstmeile‘ mit weiteren Skulpturen zu bereichern. Kunst – hergestellt und ausgestellt in der freien Natur, dies ist ein besonderes Angebot für Einheimische und Gäste gleichermaßen.“